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Es fehlt nur noch ein Sieg

Kloten. Die Kloten Flyers gingen mit dem 5:2 (2:1, 2:0, 1:1) gegen Fribourg-Gottéron in der Halbfinalserie 3:1 in Führung.

Das hatte Fribourg nicht erwartet: Die Mannschaft mit Trainer Hans Kossmann war in der Meinung nach Kloten gereist, dass der Gegner nach der 1:7-Niederlage angeschlagen sei. Aber das war definitiv nicht der Fall. Die Aussenseiter in dieser Serie antwor­teten auf die Kanterniederlage vom Dienstag so, wie sie in diesem Winter stets wieder aufgestanden waren nach einem resultatmässig bösen Rückschlag. Die Flyers fanden sich – nach gewissen Anlaufschwierigkeiten allerdings – wieder zu der geschlossenen und engagierten Leistung, welche sie in den sechs aufeinanderfolgenden Siegen zuvor ausgezeichnet hatte.

Und damit haben die Dritten der Qualifikation als erstes der vier Halbfinalteams bereits am Samstag die Chance, die Serie für sich zu entscheiden. Die Kloten Flyers im Final? Von der Papierform und von der Zusammenstellung der zwei Equipen her erschien das eigentlich als ein Ding der Unmöglichkeit. Fribourg ist viel breiter besetzt, der letztjährige Finalist macht sich natürlich auch jetzt noch berechtige Hoffnungen, die Flyers doch aus dem Weg zu räumen. Alles andere wäre ja auch falsch. Und die Kloten Flyers denken noch gar nicht an den Final. «Am Samstag findet das nächste Spiel statt», sagt Trainer Felix Hollenstein zur Ausgangslage – mehr nicht.

Drei Tore der Ausländer

Dabei haben sich seine Flyers immerhin drei Matchpucks erarbeitet. Und einige der Spieler bekamen einen Schub für Selbstvertrauen. Zum Beispiel Top­sko­rer Peter Mueller, der in seinem siebten Playoff-Match seinen ersten Treffer erzielte. Dieses 1:0 in doppelter Überzahl hielt zwar nur 34 Sekunden, weil sich Liniger im folgenden einfachen Powerplay die Scheibe abnehmen liess und Bykow enteilte. Nach diesem 1:1 (9.) hatte Kloten einige heikle Momente zu überstehen, sie ermöglichten – noch immer in Überzahl – Fribourg zwei weitere Kontermöglichkeiten. Dazu traf Timo Helbling einmal den Pfosten.

Dann aber trat ein anderer Premierenschütze in Erscheinung: Micki Dupont brachte die Flyers noch im ersten Drittel in Führung. Und als sie die ersten 20 Minuten, «in denen wir gewisse Unsicherheiten hatten», wie Hollenstein sagte, überstanden hatten, waren sie wieder auf «Betriebstemperatur». «Das ist Playoff-Hockey», war der Trainer mit seinem Team zufrieden. «Aufopferungsvoll» und «konsequent» benützte er als Worte, um die Leistung der Klotener zu beschreiben. Seine Spieler blockten wieder Schüsse in der eigenen Zone – und sie gewannen wichtige Zweikämpfe. Wie Eric Blum (23.), der Verteidiger Schilt keine Chance liess und Janick Steinmann das grossartige 3:1 ermöglichte. Oder dann, als Tommi Santala in Unterzahl enteilte, eigentlich einen Querpass spielen wollte, der aber von Niklas Hagman ins eigene Tor abgelenkt wurde.

Nach 28 Minuten führen die Flyers 4:1, dank drei Ausländertoren. Sonst hatten bisher vor allem die Schweizer getroffen. Michael Liniger war so einer, er beendete mit seinem dritten PlayoffTor nach 41 Minuten den Abend von Fribourg-Goalie Benjamin Conz. Niklas Hagmans 5:2 brachte keine Unruhe mehr ins Klotener Spiel. «Giftig» wurde es nur neun Sekunden vor Abschluss, als Goalie Gerber bei einem Zusammenprall mit John Fritsche Helm und Maske abhanden kam. Jim Vandermeer nahm sich den Übeltäter vor und entschied ein weiteres Duell für Kloten.

Jennis Beispiel

In den 60 Minuten zuvor hatten sich die Flyers äusserst diszipliniert verhalten. Und Marcel Jenni zeigte Timo Helbling mit mehreren Checks, dass man harte Zweikämpfe durchaus auch korrekt und im Rahmen des Erlaubten führen kann. Und wenn die Schiedsrichter dann die Sache auch noch so im Griff haben wie gestern Abend das Duo Prugger/Stricker, dann bekundet Fribourg halt doch seine Mühe. Nicht hinter jedem Spieler, der sich fallen liess, wurde ein Foul vermutet.

Während bei den Flyers Peter Mueller zum ersten Mal traf, wartet Fribourgs Julien Sprunger noch immer auf seinen ersten Treffer in dieser Serie. Und die ist immerhin schon vier Spiele alt. In den Viertelfinals gegen Ambri hatte Sprunger fünf Tore geschossen.

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