Zum Hauptinhalt springen

Es geht auch auswärts

RAPPERSWIL. Die ZSC Lions kamen beim 6:3 (2:0, 1:1, 3:2) in der Halle der Lakers zum ersten Erfolgserlebnis in der Fremde.

Der Anlauf war doch ziemlich lange gewesen. Fünf Partien in Folge hatten die ZSC Lions vergeblich versucht, auswärts zu punkten. Sie verloren in Biel (0:1 nach Penaltys), in Bern (3:4 nach Verlängerung), in Kloten (3:4 nach Penaltys), in Ambri (1:4) und in Davos (3:4). Der 12. Oktober brachte – alles andere wäre ein Rückschlag gewesen – die Wende mit dem 6:3 in Rapperswil.

Anders als am Vortag gegen das gleiche Team benötigten die Zürcher allerdings einen hervorragenden Goalie, um die Angriffe der St. Galler zu stoppen. Und sie durften ihrerseits vom einen oder andern Fehlgriff David Aebischers profitieren. Dieses «ganze Paket» sah dann von oben ziemlich abgeklärt aus. Wie eine routinierte Mannschaft eben erzielten die Zürcher dann die Treffer, wenn sich ihnen die wenigen Chancen dazu boten, kaltblütig. Wenn sie sich nur nicht davon täuschen lassen, so einfach dürfte ihnen in den nächsten Auftritten das Toreschiessen nicht mehr gemacht werden. Zum Beispiel am Dienstag gegen den HC Davos. Im Test gegen den Leader wird zum Beispiel Patrik Bärtschi zeigen können, wie es um seine Torgefährlichkeit gegen die Besten steht. Der Flügel ist nach zwölf Partien bereits bei acht Toren angelangt. Damit ist er der zweitbeste Schütze der Liga – hinter Marcus Paulsson aus Davos. Der Dienstag wird also auch zu einem Duell zwischen diesen beiden Skorern.

Gegen David Aebischer war Bärtschi einmal mit einer Täuschung und einmal mit einem Direktschuss erfolgreich, den ein aufmerksamerer Torhüter allerdings verhindert hätte.

Latendresse unauffällig

In Rapperswil trafen nur die Stürmer: Neben Bärtschi waren das Keller, Wick, Bastl und Cunti, der am Freitag sein Comeback nach einer Verletzungspause gegeben hatte. Guillaume Latendresse, der neue kanadische Angreifer, skorte im Heimspiel gegen Rapperswil mit einem Penalty. Am Samstag leistete er die Vorarbeit zum 3:0 von Mark Bastl – allerdings auch nur dank der gütigen Mithilfe Aebischers.

Nach fünf Spielen ist der grosse Flügel bei zwei Skorerpunkten angelangt (1/1), aber noch immer nicht richtig bei den ZSC Lions und auf Schweizer Eis angekommen. Wie heisst es bei solchen Leuten immer: Sie brauchen noch Zeit. Die kann man ihm in Zürich geben, denn noch ist man nicht dar­auf angewiesen, dass Latendresse in jedem Match den Unterschied ausmacht. Aber niemand hätte etwas dagegen, wenn er am Dienstag gegen den HC Davos etwas zeigen würde. (jch)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch