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Etappenziel «Ener­gie­­stadt» erreicht

Seit gestern ist Dinhard eine «Ener­gie­­stadt». Für die Gemeinde ist das ein Ansporn, die Ener­gie­­wende mit einem Solarprojekt weiter voranzutreiben.

Peter Matzinger hat Grund zur Freude: Als Gemeindepräsident von Dinhard konnte er am Mittwochabend das Label Ener­gie­­stadt in Empfang nehmen. Dinhard wurde damit für seine nachhaltige Ener­gie­­politik ausgezeichnet.

Bereits im November 2013 wurde der Gemeinde die Auszeichnung Ener­gie­­stadt erteilt. Jetzt wurde der Gemeinde das Label mit einer Feier überreicht. Matzinger sagt: «Sportlich gesagt, ist die Auszeichnung ein wichtiger Etappensieg.»

Um das Label zu erhalten, treten die interessierten Gemeinden dem Trägerverein Ener­gie­­stadt bei. Vor Ort wird eine Bestandesaufnahme durchgeführt. Im ­Fokus stehen erneuerbare Ener­gie­­n, effiziente Ressourcennutzung und umweltverträgliche Mobilität. Dinhard hat in der Schlussbewertung 54 Prozent der 79 standardisierten Massnahmen umgesetzt und sich damit für das Label klassifiziert.

Das nächste Projekt ist bereit

Wie knapp 350 weitere Schweizer Gemeinden darf sich Dinhard jetzt Ener­gie­­stadt nennen. Die Gemeinde wird sich auf diesen Lorbeeren aber nicht ausruhen. «Wir wollten den Schwung der Feier nutzen, um ein nächstes Projekt zu lancieren», sagt Matzinger. Als Nächstes soll ein Verein zur Förderung von Solarstrom gegründet werden. Bei der Label-Vergabe stellte die Gemeinde denn auch gleich die Pläne für das neue Projekt vor.

Vorbild ist dabei die Gemeinde Seuzach. In den letzten Jahren hat die Solarkraftwerkgemeinschaft Seuzach mehrere Solaranlagen erstellt. Der Strom wird wiederum an Kunden in der eigenen Gemeinde verkauft. Beratung und Unterstützung erhält die Gemeinschaft dabei von dem Verein Solar-Spar. Der Gemeinderat von Dinhard sei von dieser Idee begeistert, sagt Matzinger. Auch in Dinhard soll nun so die In­itia­ti­ve zur Förderung der Solarener­gie­­ ergriffen werden.

Jeder kann sich engagieren

«Das Spezielle an diesem Projekt ist, dass es die verschiedenen Akteure vereint», sagt Matzinger und führt weiter aus: «Viele wären interessiert, an der Ener­gie­­wende mitzuarbeiten, aber wenige haben alleine genügend Ressourcen.» Mit dem neuen Solarprojekt könne sich jeder so engagieren, wie es für ihn möglich sei.

Bei der gestrigen Feier ging es deshalb auch darum, herauszufinden, ob es für das Projekt genug Interessenten gibt: Wer hat ein grosses Dach, das er für eine Photovoltaikanlage zur Verfügung stellen würde? Wer könnte sich als Investor beteiligen? Und wer hätte Interesse daran, den Solarstrom zu kaufen?

Im Herbst soll dazu ein Verein gegründet werden. Und im Idealfall sei bereits in einem Jahr die erste Anlage realisiert, meint Matzinger optimistisch. Das Ener­gie­­stadt-Label allein reiche eben noch nicht, sagt Matzinger und betont: «Die Ener­gie­­wende muss von der Bevölkerung getragen werden.» Claudia Peter

Weitere Informationen zum Projekt hält die Gemeinde Dinhard bereit. Interessenten mögen sich dort melden.

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