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EU erleichtert und besorgt

BRÜSSEL. In die offensichtliche Erleichterung der EU-Spitzen über die Wiederwahl von Barack Obama mischt sich auch eine gewisse Besorgnis, ob es die EU und die USA künftig besser schaffen, gemeinsam Pro­bleme wie die Finanz- und Währungskrise, die Klimapolitik oder die aussenpolitischen Engagements zu lösen. EU-Kommissions-Präsident José Manuel Barroso und EU-Präsident Herman Van Rompuy bezeichneten die USA gestern in ihrer Stellungnahme als «strategischen Schlüsselpartner». Sie hoffen auf eine noch engere Zusammenarbeit, insbesondere in der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik, hiess es in der Erklärung.

Noch in den Ohren haben die EU-Politiker die Forderungen von Obama, die Euro-Krise schleunigst zu lösen, ohne dabei die Wirtschaft abzuwürgen. An dieser Forderung wird der US-Präsident wohl festhalten. Hoffnung machen können sich die Europäer auf eine Vertiefung der Handelsbeziehungen mit den USA, etwa im Rahmen des geplanten Freihandelsabkommens. Zumindest nicht schwieriger wird die Klimapolitik. Aber sowohl bei den Emissionsrechten im Flugverkehr als auch bei der Erneuerung des Kyoto-Protokolls haben die EU und die USA bisher nicht am gleichen Strick gezogen. (mtb)

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