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Euro-Krise schlägt durch

Bern. Ein Exportrückgang im zweiten Quartal lässt die Schweizer Wirtschaft leicht schrumpfen. Ökonomen sehen die Schweiz am Rande einer Rezession.

Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2012 ge­gen­über dem Vorquartal um 0,1 Prozent geschrumpft. Hauptverantwortlich dafür waren die Exporte. Der Rückgang fiel stärker aus als erwartet. Ökonomen sehen die Schweiz am Rand einer Rezession oder zumindest vor einer deutlichen Konjunkturdelle. Die konjunkturrelevanten Warenexporte ohne Wertgegenstände wie Preziosen, Edelmetalle und Kunstgegenstände sanken um 0,7 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gestern mitteilte.

Dabei war die Mehrzahl der Sek­toren rückläufig. Einzig die Ausfuhr von Uhren, Päzisionsinstrumenten und Fahrzeugen wuchs. Die Exporte von Dienstleistungen sanken um 0,9 Prozent. Die Warenimporte schrumpften um 0,5 Prozent , Dienstleistungsimporte hingegen stiegen um 1,8 Prozent.

In der Produktion sank die Wertschöpfung in der Industrie um 1,1, im Handel um 0,7 und und damit verbunden bei den Finanzdienstleistungen um 0,8 Prozent. Das Baugewerbe profitierte weiterhin vom Boom und steigerte sich um 1,5 Prozent. Die Inlandinvestitionen stagnierten. Die Ausrüstungsinvestitionen hingegen sanken ge­gen­über dem Vorquartal um 0,9 Prozent. Negativ entwickelten sich Maschinen- und Fahrzeugindustrie.

Die Konsumausgaben des Staates und der Sozialversicherungen expandierten kräftig um 1 Prozent. Letztmals war das BIP im dritten Quartal 2011 ge­gen­über dem Vorquartal rückläufig, und zwar um revidierte 0,2 Prozent. Das BIP wuchs dar­um 2012 um 1,9 und nicht um 2,1 Prozent. Im ersten Quartal 2012 wuchs das BIP ge­gen­über dem Vorquartal um 0,5 statt um 0,7 Prozent, wie zuvor gemeldet. (sda)

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