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Europacupreise ins Berner Oberland Gegen den Leader

Im sechsten Anlauf wollen Yellows Handballerinnen erstmals die erste Runde eines europäischen Club-Wettbewerbs überstehen. Die Reise führt nicht weit, denn der Gegner ist heute der NLA-Konkurrent Rotweiss Thun.Yellows Männer

Ziel der Winterthurerinnen im Challenge-Cup-Hinspiel in Thun von heute Abend (18.30 Uhr) ist es, sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche zu verschaffen. Die Chancen dazu stehen gut, wie die erst 17-jährige Spielgestalterin Julie Casartelli im Gespräch erklärt.

In der letzten Saison erst sporadisch eingesetzt, gehören Sie in der laufenden Meisterschaft bereits zu Yellows Stammsechs und sind auch heute in Thun eine Schlüsselspielerin. Sind Sie selbst überrascht, wie schnell Sie den Sprung geschafft haben?

Julie Casartelli: Als ich ins Team kam, war es für mich klar, dass ich hinter Kamilla Andersen die Nummer 2 auf der Mitte sein werde. Ich habe schon gedacht, dass ich meine Spielzeit bekommen werde. Aber mit so viel habe ich wirklich nicht gerechnet. Doch ich freue mich, dass mein Trainer ein solches Vertrauen in mich hat.

Was ist für Sie die grösste Umstellung im Vergleich zu den Juniorinnen?

Zuerst einmal ist in der obersten Frauenliga der Schweiz alles schneller und härter. Daran muss sich der Körper zuerst gewöhnen. Eine andere grosse Veränderung ist, dass alles viel professioneller geführt wird.

Im Team hat es Spielerinnen, die ein Stück älter sind als Sie. Könnten sich diese nicht schwertun, spielerisch von einer 17-Jährigen geführt zu werden?

Ich denke, dass dies kein Problem ist. Wenn, dann wollen sie, dass ich mich noch mehr selber traue, und geben mir immer tolle Tipps, von denen ich viel profitieren kann.

Ihrer Mannschaft lief es in der Meisterschaft bisher auch gegen Spitzenteams meist bis kurz vor der Pause gut, danach kam der Einbruch. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Ich habe keine Erklärung, aber wir analysieren dies und werden sehr hart daran arbeiten, um dies zu verbessern.

Wünscht man sich auf europäischer Ebene nicht eine Reise zu einem Gegner mit klingenderem Namen als den DHB Rotweiss Thun?

Ich hatte letztes Jahr die Gelegenheit, mit an den Europacup ins Ausland zu fahren. Das Los hat so entschieden und dies ist für mich in Ordnung.

In der Meisterschaft haben Sie im Heimspiel gegen die Thunerinnen 16:19 verloren. Was muss im Berner Oberland besser laufen?

Das Resultat sagt schon einiges aus. Die Deckung steht stabil und ist unsere grosse Sicherheit. Eine Verbesserung müssen wir unbedingt im Angriff hinbekommen. Aber ich finde, wir sind super vorbereitet, um diese Herausforderung anzunehmen.

Wie schätzen Sie die Chance ein, im Europacup erstmals in der Klubgeschichte von Yellow die erste Runde zu überstehen und dann vielleicht gegen eine «grosse» Mannschaft antreten zu können?

Ich denke, dies ist eine sehr grosse Chance, um weiterzukommen. So eine bekommen wir so schnell nicht wieder. Thun ist auf Augenhöhe mit uns, aber wir dürfen nicht leichtfertig mit der Si­tua­tion umgehen.

Interview: George Stutz

Eine wegweisende NLB-Partie bestreiten Yellows Handballer. Gegen den Tabellenersten TV Endingen wird heute Abend (18.30 Uhr Eulachhalle) der fünfte Saisonsieg angestrebt. Nach der Niederlage vor Wochenfrist gegen den RTV Basel braucht die Mannschaft Oliver Roths die Punkte, um zumindest in Tuchfühlung mit der Spitze zu bleiben. Andernfalls droht der Fall von Rang fünf ins tiefe Mittelfeld der Rangliste. gs

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