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Evans’ Lob für Morabito

Sestola. Cadel Evans hat am Giro d’Italia das Kommando übernommen – nicht zuletzt dank der Mithilfe seines Edelhelfers Steve Morabito.

Der Australier Cadel Evans löste am Samstag seinen Landsmann Michael Matthews als Träger des Leadertrikots ab und verteidigte sich am Sonntag im Schlussaufstieg nach Sestola mit Erfolg. Die beiden Etappen waren sich sehr ähnlich. Zweimal wartete am Ende eine längere Steigung. Unter den Favoriten auf den Gesamtsieg entbrannte jedoch noch kein Grosskampf, sieht man einmal von der Attacke des Italieners Domenico Pozzovivo am Sonntag ab. Als Etappendritter fuhr er 26 Sekunden (und vier Sekunden Bonifikation) auf seine direkten Gegner heraus und machte im Gesamtklassement einen Sprung auf den 4. Gesamtrang.

Den Tagessieg in Sestola machten zwei Flüchtlinge unter sich aus. Der Holländer Pieter Weening verwies den Italiener Davide Malarcarne im Spurt auf Platz 2. Erstmals sah sich im aktuellen Giro ein Ausreisser belohnt.

Die Frage, wie der bisherige Leader Michael Matthews über die höheren Berge kommen würde, war am Samstag schnell geklärt. Am Cippo di Carpe­gna, den einst die inzwischen verstorbene italienische Radsport-Legende Marco Pantani als Trainingsberg nutzte, musste der Australier klein beigeben. Matthews blieb am ersten grossen Hindernis des Tages fast stehen.

Cadel Evans dagegen beendete die Etappe vom Samstag mit der zweiteiligen Schlusssteigung hinauf nach Montecopiolo als Fünfter, acht Sekunden hinter dem Italiener Diego Ulissi, der sich seinerseits im Kampf um die Etappe gegen den Kroaten Robert Kiserlovski durchsetzte. Ulissi hatte schon am Mittwoch in Viggiano gewonnen.

Evans fand wie schon in den Tagen zuvor grossartige Unterstützung durch seinen Schweizer Teamkollegen Steve Morabito, den er mit einem besonderen Lob eindeckte: «Steve war für mich der Mann des Tages.» Quasi als Nebenprodukt hat sich Morabito, der auch am Sonntag die Lokomotive für Evans gab, in der Gesamtwertung weit vorne eingereiht: Mit eineinhalb Minuten Rückstand auf seinen Captains liegt der Walliser auf Platz 5.

Nach dem zweiten Ruhetag wird der Giro erst am Dienstag mit einer Flachetappe fortgesetzt. (si)

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