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FAB Design: Breit aufgestellt

Bei FAB ­Design können Kunden ihren Luxus-Karossen eine neue Identität verschaffen. Die Spezialität der Schweizer ­Tuning-Schmiede sind auffällige Widebody-Kits, die ein Auto schon mal um 24 Zentimeter in die Breite treiben. Doch das gesamte Portfolio ist noch breiter aufgestellt.

«Das Problem ist die Hitze. Dort, wo der Rolls-Royce später fahren soll, kommt sie nicht nur vom Motor, sondern auch von oben», erklärt Michael Stein von FAB Design. Das Heimatland des Rolls-Kunden, oder wer dieser ist, wird natürlich nicht verraten. Neben einem besonderen Metallic-Braunton, den der Rolls-Besitzer vom Chef der Tuning-Schmiede Roland Rysanek persönlich entworfen haben möchte, soll die Alu-Motorhaube des fabrikneuen Rolls-Royce Drophead Coupé mit Teak beschichtet werden. Das aus dem Jachtbau prominente Holz zieht sich durchs Interieur des Luxus-Cabriolets und glänzt nicht zuletzt auf der Klappe des Verdeckkastens. Das soll auf der Motorhaube genauso werden. Weniger Kopfzerbrechen bereiten FAB Design da ihre anderen Extremumbauten. Für die auffälligen Widebody-Kits ist der Edel-Tuner schliesslich bekannt. Die sind allerdings nichts für zurückhaltende Gemüter. Denn bereits die Basismodelle sorgen in der Regel für erhöhten Puls, bestehen sie doch fast ausnahmslos aus leistungsstarken Modellen von Mercedes, Porsche, McLaren oder Lamborghini. Tragen sie dann noch einen FAB-Massanzug, der pro Seite bis zu zwölf Zentimeter zusätzliche und von Lufteinlässen zerklüftete Breite bringen kann, avancieren sie zum fahrenden Show-Act. Sogar ein Maybach hat die Werkstatt in Hunzenschwil schon mit dicken Backen verlassen. Eine Einzelanfertigung, speziell nach Kundenwunsch. Die extremen Designs von Roland Rysanek sind in sich stimmig. Nach dem Umbau stehen die Boliden da, als hätten sie eine Anabolika-Kur hinter sich, aber gut darauf geachtet, alle Muskelpartien gleichmässig zu trainieren. «Der erfolgreichste Body-Kit ist der für den Mercedes SLS, der auch aktuell noch sehr gefragt ist», erzählt Michael Stein. Den Flügeltürer verwandelt der Kit in den «Gulfstream», den SLS Roadster in den «Jetstream». «Diesen Karosserie-Bausatz und die dazugehörigen Felgen haben wir auch an ausgewählte Werkstätten geliefert, die ihn dann vor Ort montiert haben. In der Regel werden die Kits aber nur bei uns montiert, wie beispielsweise der Desire für den McLaren SLR, den wir gerade komplett in Sichtkarbon anfertigen», erklärt Stein weiter. Für die Herstellung der von Roland Rysanek designten Anbauteile, egal ob Karosseriekomponenten, Felgen oder Auspuffanlagen, arbeitet FAB Design mit externen Spezialisten zusammen, ebenso wenn Leistungssteigerungen gewünscht werden. Kunden hat das Schweizer Unternehmen weltweit, von denen etwa 15 Prozent aus der Schweiz kommen. Während der Markt für das Edeltuning auf typischen Märkten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Russland stark zurückgegangen oder schwierig geworden ist, hat er sich in den USA wieder gefangen, blüht sowieso in China und wächst in Ländern wie beispielsweise Indonesien. «Diesen Bedingungen passen wir uns natürlich an, denn nicht überall sind Anzüge mit weiten Hosenbeinen gefragt, manche wollen eben auch welche mit schmaleren», erklärt Roland Rysanek, der weiss, dass der Trend zu ultrabreiten Umbauten nicht ewig andauert. Dass der Designer mit seinen Entwürfen den Geschmack vieler Autofans, auch aus der Schweiz, immer wieder trifft, zeigt der diesjährige Sieg des Lamborghini Aventador «Spidron» von FAB Design bei der Leserwahl des besten Tuning Cars eines Schweizer Fachmagazins in der Kategorie Sportwagen. Im vergangenen Jahr gewann der SLS «Jetstream» diese Wahl in der Kategorie Cabriolets und Roadster.

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