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Fachkräfte gegen den Mangel

Am Mittwoch erhielten 125 Absolventinnen und Absolventen von Lehrgängen des Zen­trums für Ausbildung im Gesundheitswesen (ZAG) ihr Diplom.

In der Aula der Berufsbildungsschule im Anton-Graff-Haus begrüsste Rektorin Hanni Wipf Stengele (Bild) eine grosse Gästeschar. Festlich gekleidet und mit Eltern, Freunden und Bekannten waren die fertig ausgebildeten Berufsleute zur Diplomfeier erschienen. Das im Zen­trum für Ausbildung im Gesundheitswesen des Kantons Zürich (ZAG) erworbene Diplom werde den Absolventinnen und Absolventen Beschäftigungssicherheit, Karrieremöglichkeiten und einen guten Lohn garantieren, sagte Wipf. «Wir alle freuen uns, dass wir heute über 100 Studierende Aktivierung und Pflege diplomieren können.» Allesamt seien diese gut ausgebildete Berufsleute, die der Markt dringend brauche. «Wir wissen, dass auch in der Pflege ein Fachkräftemangel auf uns zukommt.» Jährlich werden in der Schweiz rund 28 000 Frauen und Männer an Höheren Fachschulen diplomiert, davon etwa 4500 im Bereich Gesundheit und Soziales. Am ZAG absolvieren zurzeit rund 700 Studierende unterschiedlichste Programme in der Ausbildung Höhere Fachschule. Insgesamt werden etwa 2200 Lernende, Studierende und Teilnehmende unterrichtet. Die Zahl der Studierenden im ZAG habe sich seit 2005 gut verneunfacht, sagte Wipf. «Wir freuen uns dar­über und sind zuversichtlich, dass dieser Trend anhält, allerdings nicht in diesem rasanten Tempo.» Die Rektorin gratulierte allen Studierenden zum erfolgreichen Abschluss. Eine strenge Zeit gehe damit zu Ende und bei vielen folge schon bald als Entschädigung für die geleistete Arbeit «eine höhere Zahl auf dem Lohnkonto». Angehörige, Kolleginnen und Kollegen hätten die Auszubildenden immer wieder unterstützt, sagte Wipf. Auch ihnen gehöre ein grosses Dankeschön. «In der Praxis standen Ihnen zudem kompetente Berufsbildnerinnen und Ausbildungsverantwortliche zur Seite, damit Sie die verlangten Kriterien erfüllen konnten.» Mal zufrieden, mal nicht Die Lehrtätigkeit sei an einer Berufsschule pädagogisch sehr anspruchsvoll, wand Wipf den Ausbildnern, Lehrerinnen und Lehrern ein Kränzchen und zitierte aus Rudolf Strahms neuem Buch «Die Akademisierungsfalle». Die Klassen an Berufsschulen seien heterogener zusammengesetzt als zum Beispiel an einem Gymnasium, und die Motivation der Schüler sei sehr unterschiedlich. Auch erfordere die Fachdidaktik viel Praxisbezug. «Sie wurden von vielen Lehrpersonen unterrichtet, waren zufrieden oder hatten manchmal etwas zu kritisieren. Aber ich gehe davon aus, dass Sie alle viel gelernt haben», zog Wipf Fazit und wünschte den erfolgreichen Schulabgängern einen gelungenen Einstieg ins Berufsleben. Noch mussten diese sich ein wenig gedulden, bevor ihnen nach weiteren Reden als Höhepunkt der Feier die Diplome überreicht wurden.

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