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Faire Beschaffung als neues Ziel

Die Gemeinde Bassersdorf leistet weder regelmässig Entwicklungshilfe noch beschafft sie sozial nachhaltig. Das solle sich ändern, sagt Verwaltungsdirektor Rolf Rinderknecht.

Bassersdorf will sich bessern. Im eben durchgeführten Gemeinderating des Schweizerischen Arbeitshilfswerks Solidar Suisse landete die Gemeinde auf Platz 76 von 88. Zum Vergleich: Zürich führt mit 95 von 100 möglichen Punkten die Liste an, Winterthur figuriert auf Rang 18, Illnau-Effretikon auf Rang 24. In der Region Zürich nahmen insgesamt 21 Gemeinden am Rating teil, das nach 2011 zum zweiten Mal durchgeführt wurde.Die Bewertung gibt Auskunft dar­über, wie verantwortungsvoll die Gemeinden handeln: ob sie sich für Entwicklungsprojekte engagieren und sozial nachhaltig einkaufen. Bassersdorf tue weder das eine noch das andere, lautet das Fazit des Arbeitshilfswerks.

Schweizer Produkte first

Verwaltungsdirektor Rolf Rinderknecht (Bild), der den für die Erhebung notwendigen Fragebogen ausgefüllt hat, zeigte sich ob des schlechten Resultats etwas überrascht: «Dass wir eines der Schlusslichter sein würden, hätten wir nicht erwartet», sagt er. Er habe es trotzdem als wichtig erachtet, beim Rating mitzumachen. «Wir wollten wissen, wo wir stehen.» Er sehe das Ergebnis nun als Ansporn, etwas zu verändern. Insbesondere was die Beschaffung betreffe. «Der Gemeinderat will sich allfällige Richtlinien zum Thema machen.» Es sei jedoch keinesfalls so, dass sie momentan Pflastersteine aus China oder Thailand einsetzten. «Wir sind den geltenden Submissionsverordnungen unterworfen.»So würden sie, sofern finanziell vertretbar, Schweizer Produkte favorisieren. Es gebe aber sicher Verbesserungspotenzial, sagt Rinderknecht. «Wir könnten uns überlegen, künftig nicht mehr alles auf weisses Papier auszudrucken.» Auch müssten sie sich allgemein fragen, wie sie mit Ener­gie­ umgingen. Ein Gespräch mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich hat bereits stattgefunden. Die Gemeinde möchte eine Ener­gie­bilanz erstellen lassen. In Bezug auf Entwicklungshilfe «entscheidet der Gemeinderat situativ», sagt Verwaltungsdirektor Rinderknecht. Einen fixen Budgetposten gibt es nicht. Dieser sei einst aus Spargründen gestrichen worden. Auch unterstützt die Gemeinde derzeit keine Partnergemeinde finanziell.

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