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Falsches Signal Wicks

Im Dezember wird Roman Wick erst 29-jährig, aber dennoch hat er sich entschieden, international keine Rolle mehr spielen zu wollen. Der Stürmer der ZSC Lions gab gestern seinen Rücktritt aus der Eishockey-Nationalmannschaft bekannt. Wick ist von den Anlagen her wohl der talentierteste Schweizer Angreifer, dessen WM-Lust allerdings schon in den letzten Jahren stark nachgelassen hat. Das letzte von nur drei WM-Turnieren absolvierte er 2012 (vorher 2008 und 2009), bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver war er einer der auffälligsten Schweizer. 2014 in Sotschi aber, wohin er als einer der wenigen, die nicht im WM-Silberteam von 2013 standen, reisen konnte, enttäuschte er. Insgesamt trat Wick in (nur) 67 Länderspielen auf. Wick gab als Grund an, «dass es für mich immer wichtiger wird, auf meinen Körper zu achten, damit dieser gesund bleibt. Ich habe gemerkt, dass ich für eine vollständige Regeneration und das Auskurieren von Blessuren mehr Zeit benötige. Nur so kann ich für die Lions auf Dauer 100 Prozent Einsatz bringen.» Dieser Rückzug Wicks, auf dem Papier seines Arbeitgebers gedruckt, ist ein falsches Signal zum falschen Zeitpunkt, kurz vor dem ersten Aufgebot des neuen Nationalcoaches Glen Hanlon. Wicks Gründe könnte jeder weitere NLA-Spieler auch für sich geltend machen. Zum Glück kann man davon ausgehen, dass es noch Spieler gibt, die aus Liebe zum Sport Ja zum Nationalteam sagen.

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