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Favorit mit Debütroman

Leipzig . Fünf Werke sind für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert, dar­un­ter «Am Ende schmeissen wir mit Gold» von Fabian Hischmann.

Wenn es nach den Lesern ginge, hätte Fabian Hischmann den Preis schon in der Tasche. Der 30-jährige Autor aus Berlin hängt beim Publikumsvoting seine vier Mitbewerber um Längen ab. Die Jury befand bei der Nominierung seines Romans «Am Ende schmeissen wir mit Gold» vor wenigen Wochen: «selbstbewusst und souverän im Ton». Mit seinen 30 Jahren ist Hischmann der Jüngste im Quintett der Nominierten – und das gleich mit seinem ersten Roman. In dem Buch geht es um einen lethargischen jungen Lehrer, dessen Leben durch die Wiederbegegnung mit der eigenen Vergangenheit eine Kehrtwendung nimmt.

Der 62-jährige Martin Mosebach steht mit seinem Roman «Das Blutbuchenfest» auf der Vorschlagsliste für den Leipziger Buchpreis. Über die Figur einer bosnischen Putzfrau verschränkt er seine Milieustudie des Frankfurter Geldadels mit der heraufziehenden Kriegskatastrophe auf dem Balkan. Nominiert ist auch Saša Stanišic´, der Shootingstar der deutschen Literaturszene erzählt in seinem Roman «Vor dem Fest» vom verschrobenen Mikrokosmos eines kleinen Dorfes in der Uckermark.

Katja Petrowskaja fühlt sich im Deutschen noch «minderjährig». Die in der Ukraine geborene Schriftstellerin lebt erst seit 1999 in Berlin. Die 44-Jährige schaffte mit ihrem Erzähldebüt «Vielleicht Esther», das von ihrer Grossmutter erzählt, auf Anhieb die Nominierung für den Leipziger Preis.

Flut und Boden

Auch der Berliner Autor Per Leo hat es gleich mit seinem literarischen Debüt «Flut und Boden» auf die Shortlist geschafft. In dem «Roman einer Familie», so der Untertitel, setzt sich der 41-Jährige in ungewöhnlicher Form mit der Nazivergangenheit seines Grossvaters auseinander. (dpa)

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