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FCB enttäuscht in Thun

Thun. Nach sechs Siegen in Folge unterliegt der FC Basel dem FC Thun nach einer 2:1-Führung noch 2:3.

Thun – Basel war ein Duell der Gegensätze und der Sieg der Berner Oberländer hatte gewiss nicht erwartet werden können. Denn Thun hatte eine Serie von sechs Spielen ohne Sieg in der Super League und obendrein den Abgang von Trainer Bernard Challandes in der vergangenen Woche hinter sich. Beim FCB dagegen ist der Trainerwechsel schon länger her. Unter Murat Yakin ist die Mannschaft immer besser in Fahrt gekommen. Doch ausgerechnet gegen den an sich formstarken Titelhalter demonstrierten die aufgeputschten Thuner Qualitäten, die ihnen kaum jemand mehr zugetraut hätte. Vor den Augen von Urs Fischer – der designierte Nachfolger von Challandes beobachtete Thun im Stadion – brachte Anatole Ngamukol Thun schon in der 5. Minute in Führung – und er sicherte den Berner Oberländern den Sieg mit dem spektakulären 3:2 in der 88. Minute. Auf das 0:1 reagierte der FCB so, wie man es erwartet hatte: Fabian Frei und Captain Marco Streller machten aus dem Rückstand innerhalb von sieben Minuten einen 2:1-Vorsprung. Es deutete nichts auf eine nochmalige Wende hin, als Thuns Trainer Mauro Lustrinelli in der 54. Minute Luca Zuffi ins Spiel brachte. Doch der FCB wurde allzu passiv, zu genügsam. Andreas Wittwer glich in der 64. Minute zum 2:2 aus. Nun reagierte auch Murat Yakin, der nach dem Europa-League-Spiel gegen Sporting Lissabon einige Titulare pausieren liess. Alex Frei kam für Mohamed Salah. Doch diesmal liefs nicht wie gegen GC, als Alex Frei gleich zwei Tore (wenn auch nach Offside-Positionen) erzielte. Vielmehr musste er diesmal mit ansehen, wie der Gegner diesmal den Sieg auf seine Seite zwang. «Wir haben es in der zweiten Halbzeit verpasst, Fussball zu spielen und die nötigen Zweikämpfe zu gewinnen», kritisierte FCB-Trainer Yakin nachher. Hinten habe man den Thunern zwei Geschenke gemacht und vorne seien die Offensivaktionen «zu wenig klar» gewesen. Thuns Interimstrainer Lustrinelli lobte das grosse Herz und die Leidenschaft seiner Mannschaft. «Ein bisschen Glück» sei auch dabei gewesen, sagte er noch. In der Tat beklagte der FCB in der Nachspielzeit noch einen Pfostenschuss von David Degen. YB und seine zwei Gesichter Den Young Boys wurde beim 1:2 in Lausanne einmal mehr vor Augen geführt, dass es womöglich schwieriger ist, einen Gegner aus dem Mittelfeld der Super League zu dominieren, als an der Anfield Road gegen Liverpool zu glänzen. Erst in der Schlussphase, als die Partie entschieden schien und sie in Unterzahl waren, traten die Berner ihrem Anspruch entsprechend auf. Eine wichtige Rolle kam Raul Bobadilla zu: Am Donnerstag hatte er mit seinem wunderbaren Treffer in Liverpool begeistert, auf der Pontaise liess sich der Argentinier fünf Minuten nach seiner Einwechslung zu einer Tätlichkeit gegen Guillaume Katz (60.) hinreissen und wurde vom Platz gestellt. Michael Frey gelang in der 83. Minute mit der ersten guten Chance der Gäste der Anschlusstreffer, ehe Christian Schneuwly drei Minuten später den Ausgleich nur knapp verpasste, als er mit einer Direktabnahme den Pfosten traf. Captain Gabri (16.) und Francis Malonga, der in der 72. Minute seinen schwach getretenen Foulpenalty im Nachschuss verwertete, hatten Lausanne zuvor scheinbar sicher in Führung gebracht. Diese wurde nach dem YB-Anschlusstor jedoch keineswegs souverän über die Zeit gebracht. Dennoch: Lausanne ist nun vier Spiele ungeschlagen und hat YB in der Tabelle überholt. Die Berner hingegen haben zum fünften Mal in Folge nicht gewonnen. (red/si)

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