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FCZ und GC planen Stadion - mit ausgelagerter Mantelnutzung

Die beiden Zürcher Fussballclubs FCZ und GC wollen mit der Immobilienentwicklerin Halter AG ein Fussballstadion bauen. Der privat finanzierte Bau soll voraussichtlich auf einem Grundstück in Altstetten oder in Stettbach entstehen.

Das Hardturm-Areal fällt als Stadionstandort definitiv weg. An dieser Stelle, wo einst die GC-Heimspiele ausgetragen wurden, wollen die beiden Fussballclubs und die Halter AG Wohnungen und Büroflächen realisieren. Dies bezeichnen die drei Partner, die heute eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet haben, als «Mantelnutzung». Diese «Mantelnutzung», die ausserhalb des Stadions zu liegen kommt, soll den Bau des eigentlichen Stadions finanzieren. FCZ, GC und Halter AG gehen im Hardturm-Areal vom Bau von rund 600 Wohnungen und zusätzlichen Büroflächen aus.

Projekt soll 15 Millionen Franken kosten

Die drei Partner erhoffen sich, dass sie das Grundstück von der Stadt Zürich erwerben können. Zudem setzen sie darauf, dass sie – für den Stadionbau – eine städtische Parzelle praktisch gratis im Baurecht erhalten werden. Im Fokus stehen derzeit ein Grundstück in Stettbach, das zwar in Dübendorf liegt, aber der Stadt Zürich gehören soll, und eine Parzelle in Altstetten, in der Nähe des geplanten neuen Eishockeystadions. Für den Bau soll eine «Neue Fussballstadion Zürich AG» gegründet werden. Sie hat das Ziel, sowohl Stadion als auch ausgelagerte Mantelnutzung zeitgleich voranzutreiben. Die drei Partner gehen derzeit davon aus, dass Stadion und Hardturm-Wohnungen 2018 und 2020 realisiert sein könnten. Die Kosten für die Projektentwicklung von geschätzten 15 Millionen Franken werden vorerst von der Halter AG vorfinanziert

Stadtrat prüft die Vorschläge

Laut einer Medienmitteilung soll der Betrieb des Fussballstadions die Stadt Zürich nichts kosten: Eine Kostenübernahme sie nicht vorgesehen. Der Betrieb werde über eine weitere AG abgewickelt, in der die beiden Proficlubs als Hauptaktionäre fungieren, «Mit dem Bau eines privat finanzierten Stadions wird die Stadt Zürich doch noch eine Fussball-Arena erhalten», teilen die beiden Clubs mit. Und das Hardturm-Areal könne für die Bevölkerung im Kreis 4/5 städtebaulich sinnvoll und attraktiv weiterentwickelt werden. «Es liegt nun in der Hand der Stadt Zürich, diese ausserordentliche Chance einer Win-Win-Situatin möglich zu machen.» Ob die Stadt Zürich bereit ist, einerseits das Hardturm-Areal kostenneutral an die drei Interessenten weiterzureichen und eine weitere Parzelle zu einem Symbolpreis im Baurecht abzutreten ist offen. Wie ein Mediensprecher heute gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte, «prüft der Stadtrat die Vorschläge».

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