Zum Hauptinhalt springen

Federer bereit für Djokovic

Roger Federer hat sich nach dem harzigen Start definitiv ins Turnier von Shanghai hineingespielt. Heute folgt der Halbfinaltest gegen Novak Djokovic.

Bei Roger Fede­rers 7:6 (7:4), 6:0 im Viertelfinal über den Fran­zosen Julien Benneteau (ATP 30) passte fast alles zusammen. «Der erste Satz war schon gut, Julien hat mich da sehr unter Druck gesetzt», stellte der 33-jährige Basler fest. «Ich habe schon im Achtelfinal gut gespielt, aber heute wars nochmals etwas besser. Die letzten 15, 20 Minuten waren ­sogar grossartig, und das ist ein schönes Gefühl.»

Unterschied zum Vorjahr

Der Unterschied gegenüber dem Vorjahr ist gerade in Shanghai frappant. Damals scheiterte Fede­rer nach einem schwierigen Sommer völlig verunsichert im Achtelfinal und rutschte im Ranking auf Platz 7 ab. Nun steht er im Halbfinal, wird am Montag wieder die Nummer 2 der Welt und tritt wesentlich angriffiger und mu­tiger auf. Am deutlichsten zeigt sich dies bei der Rückhand.

Fede­rer erklärte auch den Wech­sel seines Physiotherapeuten vom Franzosen Sté­phane ­Vivier zum Schweizer Daniel Trox­ler, der bis zu dessen Rücktritt Marathonläufer Viktor Röth­lin betreut hatte. «Es war nichts falsch, die letzten fünf Jahre mit Sté­phane waren sehr gut. Aber ich habe gerne ab und zu frischen Wind.» Er möge es aber nicht, sich auf einem Tiefpunkt von Leu­ten zu trennen, sondern bevorzuge es, wenn es gut laufe. «Jetzt freue ich mich auf die Zeit mit Danny», betonte der 17-fache Grand-Slam-Champion. Trox­ler ge­hört auch dem Schweizer Davis-Cup-Team an.

Ob die Form reicht, um auch die Nummer 1 der Welt zu bezwingen, wird sich heute Samstag zeigen. Gegen Djokovic, der auf chine­sischem Boden seit 29 Par­tien unge­schlagen ist, kommt es zur Revanche für den so knapp ver­lorenen Wimbledon-Final. Der Titel­verteidiger in Shang­hai zeigte beim 6:4-6:2-Sieg über ­David Ferrer (ATP 5) ebenfalls eine überzeugende Leistung. «Zwi­schen uns gibt es kaum noch Geheimnisse», sagt Fede­rer. Insgesamt führt er in den Direktbegegnungen 18:17, in diesem Jahr haben beide zweimal gewonnen. «Es ist ein Halbfinal, wir hatten beide genügend Zeit, uns an die Verhältnisse zu gewöhnen, und wissen, wo unser Spiel ist.» si

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch