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Feilschen um Armin Veh

frankfurt. Die ersten drei Positionen in der Bundesliga sind mehr oder weniger klar bezogen. Spannung verspricht das Rennen um den vierten Platz.

Eintracht Frankfurt liegt derzeit dank der um zwei Treffer besseren Tordifferenz vor Schalke 04 auf Platz vier, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Die beiden Klubs, die so viel trennt, dürften in den kommenden Wochen noch mehrfach im gleichen Atemzug genannt werden. Denn das finanziell überlegene Schalke will Frankfurt nicht nur überholen, sondern möchte auch dessen Trainer. Der 52-jährige Armin Veh soll bereits ein unterschriftsreifes Angebot vorliegen haben.

Veh hat seine Zukunft bislang offengelassen. Die Eintracht möchte ihn natürlich behalten, selbst wenn der Aufsteiger in den letzten Wochen deutlich an Schwung verloren hat. Gestern Sonntag blieb er beim 1:2 daheim gegen Stuttgart zum sechsten Mal in Folge sieglos. Die Frankfurter beendeten nach 521 Minuten mit dem 1:0 von Stefan Aigner die Torflaute. Stuttgart wendete die Partie mit zwei Toren in der zweiten Halbzeit und ist seit 12 Jahren in Frankfurt ungeschlagen.

Veh meinte nach der Partie, auf den möglichen Wechsel zu Schalke angesprochen, nichtssagend: «Ich bin hier bei Eintracht Frankfurt Trainer und das ist jetzt primär das Wichtigste.» Am kommenden Wochenende hat seine Mannschaft beim Tabellenletzten Greuther Fürth eine gute Möglichkeit, die Negativserie zu beenden. Am 20. April steht dann in der 30. Runde das brisante Duell gegen Schalke auf dem Programm.

Drei Tage nach dem Out in der Champions League verlor Schalke in Nürnberg etwas unglücklich 0:3. Trainer Jens Keller steht wieder verstärkt unter Druck. Eine Verpflichtung über das Saisonende hinaus ist noch unwahrscheinlicher geworden. Veh dürfte übrigens keine Hemmungen haben, Keller den Job abzunehmen. Er hatte seinen Trainerkollegen 2010 im Fernsehen scharf attackiert, weil sich dieser als damaliger Assistenzcoach in Stuttgart einen Fauxpas geleistet hatte. Keller hatte die Arbeit seines entlassenen Chefs Christian Gross scharf kritisiert.

Eine Runde für Gladbach

Frankfurt und Schalke sind bei Weitem nicht die einzigen Mannschaften, die noch vom vierten Platz träumen können. Borussia Mönchengladbach liegt nach dem 1:0-Heimsieg gegen Hannover nur noch einen Punkt zurück. Der Holländer Luuk de Jong überraschte in der 36. Minute die Abwehr der Gäste. Dem Team von Lucien Favre reichte eine durchschnittliche Leistung, um zum siebten Mal in Folge im heimischen Borussia-Park ungeschlagen zu bleiben. Es war definitiv eine Runde für die Borussia. Von den Teams zwischen den Rängen vier und zehn, die allesamt Chancen auf das internationale Geschäft haben, war Mönchengladbach das einzig siegreiche. (si/red)

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