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Feinschmecker-Premiere

Übers Wochenende fand in den Reithallen zum ersten Mal die «Cucina e tavola» statt. Die Messe für Geniesser bot Gaumenkitzel unterschiedlichster Art – und machte Lust auf mehr.

«Probieren Sie Raz-el-Hanout, Madame, unser ganz spezielles Curry», umgeben von Hügeln aus gemahlenen Gewürzen, streckt Ben Fanned einer Besucherin einen Löffel entgegen und lässt seinen nordafrikanischen Charme spielen. «Alles Natur und von Hand gemahlen», betont er. «Medina Bazar» heisst sein Stand – und wie an einem Basar ging es am Wochenende in der Reithalle zu und her: Gleich nebenan locken einerseits die Produkte einer Schafmilchkäserei, anderseits kulinarische «Emozioni Italiane». Und genau dieses bunte Gemisch ist es, das diese Messe so reizvoll machte: Auf engstem Raum bot sie deftige Wurstspezialitäten aus unserer Gegend ebenso wie Olivenöl aus dem Negev oder spanischen Schinken. Initianten des Anlasses sind Yves und Gabriela Tobler: «Mein Mann organisiert seit zwanzig Jahren Messen, aber vor allem im Bau- und Gesundheitssektor», erzählt Gabriela Tobler. «Mit ‹Cucina e tavola› haben wir nun ein Herzblutprojekt realisiert.» Mit etwa 50 Ausstellern hatten sie gerechnet, schliesslich waren in den beiden Hallen und auf dem Vorplatz fast doppelt so viele vereint. Dass sich das Risiko gelohnt hat, zeichnete sich am Sonntag mit gegen 3000 Eintritten ab. Zum guten Start beigetragen hat sicher auch, dass die Veranstalter die Winterthurer Gastronomie mit ins Boot genommen haben: Gastro-Winterthur-Präsident Karl Fatzer unterstützte das Projekt und half mit seinen Kontakten. So führte der Winterthurer Wirteverband am Freitagnachmittag seine GV in der kleinen Reithalle durch und die Stände dort waren eher an ein Profipublikum gerichtet, was als sinnvolle Ergänzung erscheint. 230 Sorten Konfitüre Die Aussteller kommen aus der ganzen Schweiz, einige aus dem grenznahen Ausland – aber auch aus dem fernen Spanien. Etwas schade findet Gabriela Tobler einzig, dass nur ein kleiner Teil aus Winterthur und Umgebung stammt. Einer von ihnen ist Thomas Fischer, der seit zehn Jahren mit verschiedenen Olivenölen und -pasten aus der Basilicata auf Märkten unterwegs ist. Aus der Region stammen auch Elly Hilzinger, die mit ihren 230 Konfitüren- und 70 Sirupsorten aus Gachnang angereist ist, sowie der Seuzemer Marco Jucker: Bei ihm lockt appetitlich aussehende Patisserie, wie Petits Fours, Tartelettes sowie verschiedene Mousses. Allerdings sind es (leider!) nur Attrappen: Ohne aufwendige Kühlung kann er seine leicht verderblichen Köstlichkeiten nicht anbieten – sehr wohl aber seine Dienstleistung. Denn der gelernte Koch fertigt auf Bestellung Dessertbuffets an, zum Beispiel für Hochzeiten. Der Verführung erlegen … Deutlich ruhiger geht es auf der Galerie im ersten Stock zu und her, doch auch hier lassen sich Entdeckungen machen. Und man trifft auf bekannte Gesichter: «Gwölb»-Gründer Wälle Hartmann betreibt hier mit Simona Schneider (ex «Fahrenheit») «Erb’s Wunderbar», die mit exklusiven Spirituosen aufwartet: «Von unserer kleinen Oase aus lässt sich das muntere Markttreiben im Parterre gut beobachten», sagt er. Und davon sind auch die Besucher begeistert: «Der Bau eignet sich ganz hervorragend dafür, er hat einen speziellen Charme und erinnert an eine französische Markthalle», sagt etwa Hannes Aeppli. Und seine Frau ergänzt: «Ich schätze es, dass das Angebot zwar gross, aber gut überblickbar ist», und sie gesteht: «Wir sind absolut keine typischen Messebesucher – dennoch habe ich mich noch selten so zu Einkäufen verführen lassen wie hier.»

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