Wiesendangen

Feuerwehr darf ihr Lokal ausbauen

Die 3,3 Millionen Franken für die Sanierung und den Ausbau des Feuerwehrlokals wurden gestern von den Wiesendangerinnen und Wiesendangern deutlich bewilligt.

Am Freitag öffnete die Wiesendanger Feuerwehr ihre Tore, gestern stimmte die Bevölkerung einem Ausbau des Lokals zu.

Am Freitag öffnete die Wiesendanger Feuerwehr ihre Tore, gestern stimmte die Bevölkerung einem Ausbau des Lokals zu. Bild: Marc Dahinden

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«Sehr überrascht» war der Wiesendanger Feuerwehrkommandant Marco Scheuring gestern über das deutliche Abstimmungsergebnis. Rund 82 Prozent der Wiesendangerinnen und Wiesendanger stimmten für die Sanierung und den Ausbau des Feuerwehrlokals, der für 3,3 Millionen Franken budgetiert ist.

Zwar habe Scheuring vor der Abstimmung «viele positive Signale» erhalten, «wirklich sicher» könne man aber natürlich nie sein. Auch Sicherheitsvorsteher Stefan Nigg (parteilos) hatte kein solch klares Resultat erwartet und war glücklich über den Ausgang der Urnenabstimmung.

«Wir sind sehr zufrieden und dankbar»Marco Scheuring, 
Feuerwehrkommandant Wiesendangen

Kommandant Scheuring ist «sehr zufrieden und dankbar», dass sich der grosse Aufwand, um die Bevölkerung zu informieren, gelohnt hat: «Das war für das Kader in den letzten Wochen eine intensive Zeit.» So hatte Ende Juni eine Informationsveranstaltung zum Bauprojekt stattgefunden, am Freitag öffnete die Feuerwehr zudem die Tore ihres Lokals für Interessierte.

Dies im Rahmen des 150-Jahr-Jubiläums des Schweizerischen Feuerwehrverbands. Auch digital informierte man: Eine eigens kreierte Website stellte verschiedene Unterlagen zur Ausgangslage und zu geprüften Varianten zur Verfügung.

Auslagerung planen

Eine sechsköpfige Baukommission hatte sich im Vorfeld für den – nun bestätigten – zentralen Standort des Feuerwehrlokals aus dem 19. Jahrhundert entschieden. Unter anderem, weil die Feuerwehr zehn Minuten nach Alarmierung vor Ort eintreffen muss, so verlangt es die Gebäudeversicherung Kanton Zürich.

Durch den geplanten Um- und Ausbau soll der Platzmangel im Lokal behoben werden. Es fehlen Garderoben und WCs für Frauen sowie ein Ort, um die Atemschutzgeräte zu reinigen, damit gefährliche Stoffe nicht nach Hause oder ins Büro geschleppt werden. Dazu ist ein Anbau im hinteren Bereich des Gebäudes vorgesehen. Zudem muss das Gebäude bezüglich Brandschutz, Isolation und Hygiene auf Vordermann gebracht werden.

Der nächste Schritt ist nun die Eingabe des Bauprojekts. «Die ganzen Pläne dazu stehen bereits», sagt Scheuring. Der Kanton werde diese aufgrund der Lage in der Kernzone sicher genau anschauen. «Wenn alles optimal läuft, dann können wir das Lokal voraussichtlich im Herbst 2020 komplett räumen und auslagern», sagt Scheuring. Diesbezüglich habe man ebenfalls schon Pläne erarbeitet, die es nun zu konkretisieren gelte.

Das Tanklöschfahrzeug, der Personentransporter, das Öl- und Wasserwehrfahrzeug sowie das Mehrzweck- und Verkehrsfahrzeug sollen im Werkhof der Gemeinde und die provisorischen Garderoben in Gemeindeliegenschaften untergebracht werden. Wie lange danach gebaut werde, war für Scheuring gestern schwierig abzuschätzen. «Wir planen jetzt Schritt für Schritt», sagte er.

Erstellt: 01.09.2019, 17:22 Uhr

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