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Feuerwehr und Zivilschutz sollen zusammenwachsen

Der Stadtrat will Feuerwehr und Zivilschutz verschmelzen. Das soll jährlich 250 000 Franken sparen – dank Stellenabbau.

Feuerwehr und Zivilschutz unter einer gemeinsamen Leitung: Was inzwischen in fast allen Schweizer Städten üblich ist, soll künftig auch in Winterthur gelten. Das entschied der Stadtrat aufgrund des positiven Ergebnisses einer Machbarkeitsstudie. Angestossen hatte diese die heutige Gemeinderatspräsidentin Barbara Günthard Fitze (EVP) in einem Postulat vom 12. Dezember 2012. Mehr als drei Viertel ihrer Ratskollegen hatten es unterzeichnet. Ein ähnliches Begehren hatte der Stadtrat 2009 noch abgelehnt. Jetzt befürwortet er die Fusion. Dies vor allem, weil sie die Feuerwehr entlaste. «Bis anhin konnte der Zivilschutz bei einem Grossereignis wie dem Brand am Neumarkt erst 24 Stunden nach dem Ereignis ausrücken», erklärt Sicherheitsvorsteherin Barbara Günthard-Maier (FDP). Künftig soll der Zivilschutz schon sechs Stunden nach der Feuerwehr die zweite Einsatzstaffel bilden und die Feuerwehr beispielsweise bei Führungsaufgaben unterstützen. Neben praktischen gibt es auch finanzielle Argumente für eine Zusammenlegung. Rund 250 000 Franken will die Stadt jährlich einsparen, auch dank Stellenabbau. ««Ich gehe zum heutigen Zeitpunkt davon aus, dass auch eine Stellenreduktion notwendig sein wird, um das Syner­gie­po­ten­zial voll auszuschöpfen», sagt Günthard-Maier. Wie viele Stellenprozente betroffen sein werden und ob Kündigungen ausgesprochen werden müssen, könne sie zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Momentan verfügt die Berufsfeuerwehr über 50 Vollzeitstellen und kostet 7,6 Millionen Franken im Jahr, der Zivilschutz kostet bei 18 Stellen 3,2 Millionen Franken. In den nächsten Wochen soll geklärt werden, ob die bisherigen drei Standorte zusammengeführt werden sollen und wer die neue Organisation führen soll. Das Bewerbungsverfahren läuft. Bis nach den Sommerferien soll der Kommandant feststehen. Dann soll die Reorganisation rasch angepackt werden. Günthard-Maier rechnet mit wenig Widerstand. «Eine bessere Dienstleistung für weniger Geld – man muss im heutigen Sparumfeld gute Argumente haben, um gegen eine Zusammenlegung zu sein.»

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