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Filmabo für 9.95 Franken

Die Kabelnetzbetreiberin Cablecom lanciert mit «MyPrime» einen eigenen Videoabo-Dienst und reagiert damit auf den angekündigten Markteintritt des US-Anbieters Netflix.

Vom Einheitsmenü zu à la carte: Die Art, Fernseh zu schauen, verändert sich. Das Videoabo-Portal Netflix mischt weltweit den Fernsehmarkt auf und drängt auch in die Schweiz. Doch UPC Cablecom ist dem US-Riesen mit seinem Videoabo-Dienst «My Prime» nun um rund zwei Wochen zuvorgekommen. Der Service sei ähnlich wie jener von Netflix, sagte Cablecom-Chef Eric Tveter auf Nachfrage vor den Medien in Zürich. Über Streaming-Plattformen wie «MyPrime» oder Netflix können Kunden auf eine jederzeit verfügbare grosse Auswahl von Filmen, Serien und Sendungen zugreifen. Man muss nicht auf die nächste Folge einer Serie warten, ausserdem gibt es keine Werbeunterbrechungen.

Zwei Wochen vor Netflix

Das US-Unternehmen Netflix kündigte seinen Markteintritt in der Schweiz für Mitte September an. Das «MyPrime»-Abo von Cablecom kostet 9.95 Franken pro Monat. 50000 Cablecom-Kunden, jene mit einem Kombiangebot, können den neuen Dienst jedoch seit gestern ohne Zusatzkosten nutzen. In deren Abo ist das neue Produkt mit einbegriffen. Wie viel das Netflix-Angebot in der Schweiz kosten wird, ist noch nicht bekannt. In den USA gibt es ein Monatsabo, mit dem man uneingeschränkt Serien und Filme schauen kann, ab 7.99 Dollar (rund 7.35 Franken). Netflix, 1997 als DVD-Verleih gegründet, hat gemäss eigenen Angaben mehr als 48 Millionen Kunden in über 40 Ländern. Im Konkurrenzkampf um das Publikum ist aber nicht nur der Preis entscheidend, sondern auch der Inhalt der angebotenen Bibliothek. Über «MyPrime» können derzeit 2000 Serien, Sendungen oder Filme abgerufen werden, wie Ivo Hoevel, Marketingchef bei Cablecom, sagte. Bis Ende Jahr soll das Angebot auf 10000 Titel ausgebaut werden.

Eigene Serie «Fässler-Kunz»

Der Konkurrent Netflix wurde jedoch nicht wegen dessen breiten Angebots weltbekannt, sondern mit selbst produzierten Serien wie dem US-Polit-Thriller «House of Cards». Cablecom tut es Netflix daher gleich und gibt die Serie «Fässler-Kunz» in Auftrag. Sie handelt von einem Schweizer Ehepaar, das kurz vor der Pensionierung steht. Die Hauptrollen spielen Esther Gemsch und Patrick Frey. Alle Episoden sollen ab Dezember gleichzeitig verfügbar sein.

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