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Filter reduziert Feinstaub und Furan

Die Kehrichtverbrennungsanlage ist mit einer vierten Reinigungsstufe versehen worden. Ein Gewebefilter sorgt dafür, dass noch weniger Schadstoffe als bisher zum Kamin rausgehen.

Die Mitteilung aus dem Technischen Departement von Stadtrat Matthias Gfeller (Grüne) spricht von einem «Meilenstein», auf den die Verantwortlichen heute anstossen wollen. Der Meilenstein ist eine riesige Kiste, die fast zwanzig Meter hoch ist und im Inneren ein Spezialgewebe enthält. Durch dieses Gewebe werden die Abgase der KVA geblasen, nachdem sie zuvor schon drei Reinigungen durchlaufen haben. Die Trockenreinigung ist nun die vierte Stufe und soll der Abluft zusätzlich Feinstaub entziehen sowie Dioxine und Furane, die daran gebunden sind. Um die Schadstoffe wieder aus dem Gewebe zu bringen, bläst man sie von der anderen Seite raus und bringt sie zurück in die Verbrennung. «Auf diese Weise wird die Kon­zen­tra­tion immer geringer», sagt Stadtrat Gfeller. Die Technik sei zwar nicht ganz neu, räumt er ein, und andere KVA hätten die vierte Stufe auch schon eingebaut. Doch gehöre die Winterthurer KVA dank der Entwicklung nun zur «Spitzenklasse bezüglich Luftreinhaltung». «Erste Tests zeigen, dass die erweiterte Rauchgasreinigung ihren Dienst sehr gut erfüllt», meldet die Mitteilung. Und auch der ersetzte Verbrennungsofen eins laufe seit April im Testbetrieb gut.

Die vierte Stufe der Rauchgasreinigung kostet gegen 40 Millionen Franken und ist ein zentrales Element des Grossumbaus in der KVA, der auf rund 220 Millionen Franken zu stehen kommt. Darin enthalten sind auch die Kosten für eine neue stromproduzierende Turbine, die den Wirkungsgrad leicht erhöht. Die Gesamtkosten sind infolge der Bauteuerung höher als die 186 Millionen, die das Volk vor fünf Jahren bewilligt hatte. Die Umbauarbeiten sollen nach weiteren Testreihen im Herbst 2013 abgeschlossen sein.

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