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«Fliegende Esel» für Afrika

Vor allem in Ländern mit schlecht ausgebauter Infrastruktur sehen Experten Potenzial für Transportdrohnen.

Trotz der Hürden ist Simon Johnson vom National Centre of Competence in Research (NCCR) Robotics in Lausanne vom Erfolg kommerzieller Drohnen überzeugt. Zum einen würden die unbemannten Fluggeräte bereits erfolgreich in der Landwirtschaft oder der Überwachung verwendet. Zum anderen hätten auch Transportdrohnen grosses Potenzial: «Aber nicht in einem ersten Schritt in der Schweiz», so der Experte. Zu gut sei die Transportinfrastruktur hierzulande. «Wenn wir Drohnen jemals zur Paketlieferung nutzen, dann zuerst in weniger entwickelten Ländern.» Als Mitbegründer und Leiter engagiert er sich daher beim Flying Donkey Challenge – einem Projekt, das den Einsatz von Transportdrohnen in Afrika fördern will.

Günstige Drohnen

Als Flying Donkeys oder «fliegende Esel» bezeichnen Johnson und sein Team die Frachtdrohnen, die künftig die Aufgabe des Lasttiers übernehmen könnten. In Regionen, in denen gute Strassen und eine funktionierende Infrastruktur fehlten, bestehe ein grosses Bedürfnis nach alternativen Transportmöglichkeiten. «Einfache Drohnen wird man günstig herstellen können», so Johnson. So wie afrikanische Länder die Festnetztelefonie übersprungen haben und einen Boom der Mobiltelefonie erleben, erhofft er sich die Entwicklung punkto Transport: Der Esel wird nicht vom Lastwagen abgelöst, sondern von der Drohne.

«Die Frage ist, wann und wie»

Im November sollten 33 Forscherteams aus Afrika, Australien, Europa, Indien und Nordamerika ihre Flugkörper bei einem Wettbewerb in Kenia präsentieren. Wegen der schlechten Sicherheitslage wurde der Anlass verschoben. Finanziert wird die Challenge von der Fondation Bundi, einer gemeinnützigen Initiative der EPFL in Lausanne und des NCCR Robotics. Swiss World Cargo, die Luftfrachtdivision der Schweizer Airline, unterstützt das Projekt. Man wolle herausfinden, welche Rolle unbemannte Luftfahrzeuge spielen könnten, sagt Oliver Evans, Chief Cargo Officer bei der Swiss. «Die Frage, ist nicht ob, sondern wann und wie Frachtroboter am Himmel auftauchen.»

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