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Flucht vor Wildschweinen

Die Orientierungsläufer Nora Tommer und Alain Denzler von der OLG Welsikon hatten an den Junioren-Weltmeisterschaften auf der langen Distanz einen schwarzen Tag und konnten sich keine Lorbeeren holen. Nora Tommer musste früh starten und geriet gleich zu Beginn in ein Wildschweinrudel. Die Tiere waren recht aggressiv, weshalb sich die Els­aue­rin auf einem Baum in Sicherheit brachte. Beim Heruntersteigen blieb sie hängen und verlor dabei den Badge, der danach nicht mehr zu finden war. So musste sie das Rennen aufgeben. Alain Denzler (Truttikon) startete in strömendem Regen in den Wettkampf, zog doch ein grosses Gewitter über das Laufgebiet, nachdem zuvor eine grosse Hitze geherrscht hatte. Denzler geriet schon früh aus dem Tritt und verlor beim vierten und sechsten Posten viel Zeit. Entsprechend weit (116. Rang) fiel er zurück. Dass er läuferisch mithalten kann, bewiesen einige sehr gute Zeiten auf einzelnen Teilstücken. Nachdem Denzler auch im Sprint hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, bleibt nun noch die Mittelstrecke für den Beweis seiner Leistungsfähigkeit (Qualifikation heute Mittwoch, Final am Donnerstag). Nora Tommer lief immerhin im Sprint ausgezeichnet: Im 19. Rang als beste Schweizerin bestätigte sie ihre Selektion. Insgesamt tut sich das Schweizer Team schwer und blieb bisher ohne Medaille. Im Moment fehlen die ganz grossen Talente mit Ausnahme von Sandrine Müller, die trotz ihrer Jugend (17 Jahre – Tommer und Denzler sind in ihrem letzten Juniorenjahr 20 Jahre alt) mit einem Diplom (6. Rang) das bisher beste Ergebnis herauslief. Die Skandinavier hingegen dominieren und wollen offensichtlich den in den letzten Jahren teilweise verloren gegangenen Anschluss an die Weltspitze mit guter Nachwuchsarbeit wieder schaffen. (me)

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