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Flüchtlingsboot sinkt vor libyscher Küste: Zwei Tote

Bei einem Schiffsunglück vor der libyschen Küste sind am Montag zwei Migranten ums Leben gekommen. 268 Überlebende wurden von Booten der italienischen Marine gerettet, wie italienische Medien berichteten.

Das Unglück ereignete sich laut Medienberichten rund 50 Seemeilen vor der Küste Libyens, von der das Flüchtlingsboot abgefahren war. Die Leichen sollen im Laufe des Montags an Bord eines Schiffes auf Sizilien eintreffen. Noch unklar ist, ob weitere Migranten ums Leben gekommen sind.

Insgesamt rettete die italienische Marine nach eigenen Angaben am vergangenen Wochenende mehr als 2500 Bootsflüchtlinge. Die Flüchtlinge werden nach Apulien und Kampanien gebracht, mehr als die Hälfte von ihnen nach Taranto.

An den erneuten Hilfsaktionen des italienischen Programms "Mare Nostrum" hatten sich auch Handelsschiffe beteiligt, berichtete die Marine. Laut einer Bilanz von Ende Juli rettete die Marine seit Jahresbeginn bei 426 Einsätzen bereits mehr als 93'000 Einwanderer von Flüchtlingsbooten im Mittelmeer.

Auch griechische Marine rettet Flüchtlinge

In der Ägäis rettete die Besatzung eines Kanonenbootes der griechischen Kriegsmarine 25 Migranten aus den Fluten vor der Insel Farmakonisi. Wie die Behörden am Montag mitteilten, waren die Menschen in einem Schlauchboot aus der türkischen Küste gestartet.

Als sie das Kanonenboot sahen, zerstörten sie ihr Boot. Damit sei ihr Status von "Migrant" auf "Schiffbrüchiger" verwandelt worden, sagte ein Offizier der Küstenwache der Nachrichtenagentur dpa. Die Beamten waren verpflichtet die Menschen aufzunehmen. Am Wochenende waren in der Ägäis mehr als 400 Migranten aufgegriffen worden.

Jeden Monat versuchen tausende Menschen vor allem aus Afrika, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex geht davon aus, dass die Flüchtlingszahlen in den kommenden Wochen weiter zunehmen werden, weil das Mittelmeer während des Sommers besonders ruhig ist.

(sda)

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