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Flughafen-Pläne erneut aufgelegt

Das Flughafen-Betriebsreglement 2014 nimmt eine weitere Zusatzschlaufe. Betroffene können sich noch einmal zu den Anpassungen äussern.

Wie die Jahreszahl schon andeutet, sollte das Betriebsreglement 2014 (BR214) längst eingeführt sein. Es bildet die Voraussetzung für sicherheitsrelevante Anpassungen am Flughafen Zürich. Diese ergaben sich anhand einer Sicherheitsüberprüfung im Jahr 2012. Dabei wurden diverse Mängel aufgezeigt. Ein Schwachpunkt ist, dass sich die Routen der an- und abfliegenden Maschinen teils kreuzen. Mit einer Entflechtung im Osten des Flughafens könnte das Problem entschärft werden. Doch weil deutsches Gebiet betroffen ist, braucht es das Einverständnis der nördlichen Nachbarn. Die deutschen Fachstellen hätten längst zugestimmt, heisst es beim Flughafen Zürich. Seither liegt das Dossier beim Verkehrsministerium. Und dort scheint es angesichts der politischen Wetterlage weiter Staub anzusetzen.

Einwände aus Neerach

Der Flughafen Zürich hat deshalb eine Teilgenehmigung des BR2014 beantragt. So sollen zumindest jene Anpassungen genehmigt werden, die Deutschland nicht tangieren. Dazu gehören veränderte Flugrouten im Süd- und Ostkonzept sowie im Bisenkonzept. Die Südstarts sind nicht Teil des BR2014.

2015 wurden die Pläne aufgelegt – ein weiteres Mal im Juni 2017. Grund waren neue Lärmberechnungen. Einwände kamen vor allem aus Neerach. Die Gemeinde ist besonders betroffen. Dies, weil mit dem BR2014 auch viermotorige Langstreckenflugzeuge auf der Piste 32 Richtung Norden starten dürften. Laut der Flughafenbetreiberin liesse sich dadurch die Zahl der Abflüge nach 23 Uhr signifikant senken.

Dass das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) die Teilgenehmigung nun noch einmal öffenlich aufgelegt, geschieht laut Bazl-Sprecher Urs Holderegger aus rein verfahrensrechtlichen Gründen. Seit gestern und noch einen Monat lang sind die Akten auf der Bazl-Website aufgeschaltet. Ob sich Neerach erneut dazu äussern wird, ist gemäss Gemeindeschreiberin Martina Staub noch offen.

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