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Flugzeugentführer wollte in der Schweiz Asyl beantragen

Der Entführer, der ein Flugzeug der Ethiopian Airlines am Montagmorgen zur Landung in Genf zwang, hat in der Schweiz Asyl beantragen wollen. Nach der Landung stieg er aus einem Cockpitfenster aus und leistete keinen Widerstand.

Beim Entführer handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um den Co-Piloten des Flugzeugs, einen 31-jährigen Äthiopier, sagte am Montag Eric Grandjean, Mediensprecher der Genfer Polizei, vor den Medien am Flughafen in Genf.

Er nutzte offenbar eine kurze Abwesenheit des Chefpiloten, um sich im Cockpit zu verschanzen. Er war offenbar nicht bewaffnet. Die Passagiere seien nicht darüber informiert worden, dass es sich um eine Entführung handelte.

Das Flugzeug war von zwei Kampfflugzeugen des Typs Eurofighter aus Italien begleitet worden. Der Entführer gab an, sich in seinem Land in Gefahr zu befinden. Er beabsichtigt, in der Schweiz Asyl zu beantragen.

Der Entführer werde nun im Verlauf des Tages von der Staatsanwalt befragt, sagte der Genfer Oberstaatsanwalt Olivier Jornot. Ein Gericht müsse danach entscheiden, ob der Mann in Untersuchungshaft kommt.

Flugverkehr wieder aufgenommen

Der Flughafen Genf hat unterdessen den Betrieb wieder aufgenommen. Der Flugverkehr werde sich noch im Laufe des Morgens normalisieren, sagte Bertrand Stämpfli, Mediensprecher des Genfer Flughafens, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Sämtliche Langstreckenflüge seien gesichert.

Am Morgen um 6.05 Uhr war eine Maschine aus der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba in Genf gelandet, die eigentlich nach Rom hätte fliegen sollen. Das Flugzeug - eine Boeing 767-300 der Ethiopian Airlines - war entführt worden. Die rund 200 Passagiere verliessen das nach Genf entführte Flugzeug kurz vor 08.00 Uhr, wie ein Keystone-Fotograf vor Ort sagte.

Die vorübergehende Sperrung des Flughafens Genf hat sich auf den Flughafen Zürich ausgewirkt, wie Flughafensprecherin Jasmin Bodmer zur Nachrichtenagentur sda sagte. Zwei Swiss-Flüge von Zürich nach Genf seien annulliert worden, sagte Bodmer. Zudem habe es zwei Ausweichlandungen gegeben.

(sda)

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