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Fragezeichen zur Zukunft von Mittim

Hans Hänseler, die treibende Kraft hinter einem neuen Effretiker Zen­trum, ist tot. Das Projekt Mittim werde weiterlaufen, sagen Vertreter seiner Firma.

«Er war ein Mensch mit unermesslicher Schaffenskraft, wegweisenden Visionen und einer grossartigen Menschlichkeit.» Das sagen jene, die mit Hans Hänseler zusammengearbeitet haben. Der Arealentwickler, der die treibende Kraft hinter der neuen Zen­trumsüberbauung Mittim in Effretikon war, ist am 18. August im Alter von 79 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Die Beisetzung im engsten Familienkreis hat bereits stattgefunden. Die Todesanzeige erschien am vergangenen Freitag. Hänseler habe sich in den letzten zwei Jahren immer mehr aus dem operativen Geschäft zurückgezogen, sagt Gaby Wyser, die beim Projekt Mittim für die Kommunikation zuständig ist. Nun leitet Martin Meili, Partner und Mitglied des Verwaltungsrates, die Geschicke der Glattbrugger Immokonzept AG. Laut Wyser läuft das Projekt «wie vorgesehen» weiter, denn dieses sei sehr langfristig ausgelegt. Als nächster Schritt müsste der für das Areal notwendige private Gestaltungsplan von Stadt- und Gemeinderat genehmigt werden. Bis Anfang Dezember 2013 lag dieser öffentlich auf. Es sind 14 Einwendungen eingegangen. Wann das Geschäft ins Parlament kommt, ist offen. «Gespräche laufen noch», sagt Wyser. Auch sei offen, ob die dar­auf folgende Urnenabstimmung im kommenden Frühjahr stattfinden wird. Zwei Drittel benötigt Stadtpräsident Ueli Müller (SP) wartet derweil auf einen Bescheid seitens der Immokonzept AG. Vorher will er für die weitere Planung und Realisierung des Zen­trumsprojekts keine Prognose abgeben. Wichtig sei, dass die gesetzlichen Vorgaben erfüllt würden. So schreibt das kantonale Planungs- und Baugesetz etwa vor, dass zwei Drittel der benötigten Flächen im Besitz des Arealentwicklers sein müssen. Rund 30 Grundeigentümer müssten demnach ihr Land abtreten. Einige von ihnen haben dies aber immer noch nicht getan. Dar­un­ter auch Gerda Burkhalter, die ein Grundstück im Gebiet Hinterbüel Süd besitzt. Sie hofft nun, «dass etwas Schöneres entsteht», wie sie sagt. «Etwas, das dem dörflichen Charakter unseres Zen­trums besser Rechnung trägt.» Denn noch heute würden die Leute vom «Dorf» sprechen, wenn sie Effretikon meinten. Ein weiterer Landbesitzer, der namentlich nicht erwähnt werden will, gibt sich derweil weniger optimistisch. «Das Projekt wird versanden», prophezeit er. Hänseler war in den vergangenen Jahren jedoch stets davon überzeugt, die betroffenen Grundeigentümer ins Boot holen zu können – oder zumindest jene, die für die Realisierung von Mittim absolut notwendig sind. Im Januar 2009 nahm Hänseler die Planung mit der Durchführung von zwei Stadtwerkstätten in Angriff. Vorgesehen sind vier Gebäudekomplexe mit drei Hochhäusern (maximal 50 Meter hoch). 60 Prozent der Flächen sollen fürs Wohnen, der Rest für das Gewerbe genutzt werden.

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