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Frankreich in der Rezession

François Hollande wollte der «Präsident des Wachstums» sein. Namentlich ge­gen­über der deutschen Kanzlerin Angela Merkel pochte er auf einen Wachstumspakt. Doch nun blüht der französischen Volkswirtschaft eher eine Rezession: Wie die Banque de France ankündigte, hat das Bruttoinlandprodukt (BIP) Frankreichs im zweiten Quartal um 0,1 Prozent abgenommen; das dritte Quartal dürfte ebenfalls ein Minus von 0,1 Prozent ergeben. Für die französische Regierung ist das eine «kalte Dusche», wie die «Libération» schreibt. Die Annahme bestätigt den Anstieg der Arbeitslosenzahl, die in wenigen Wochen die 10-Prozent-Schwelle übersteigen dürfte. Zudem macht die Banque de France die Wachstumsprognose von 1,2 Prozent der Regierung zunichte. Damit rückt das ge­gen­über Berlin geäusserte Versprechen, das Haushaltdefizit 2013 auf drei Prozent zu beschränken, in weite Ferne. Auf dieser Defizitgrenze basiert zudem das ganze Wirtschaftsprogramm Hollandes – und damit seine politische Glaubwürdigkeit. (sbp)

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