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Frankreich und Russland streiten über Kriegsschiff-Übergabe

Die Auslieferung eines in Frankreich gebauten Helikopterträgers an Russland wird zum Zankapfel zwischen den beiden Regierungen. Der französische Ministerpräsident Manuel Valls sagte am Freitag, sein Land lasse sich das Vorgehen nicht von anderen Staaten diktieren.

Zuvor hatte die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA berichtet, Russland werde Entschädigungszahlungen fordern, wenn das erste der beiden bestellten Kriegsschiffe der Mistral-Klasse nicht Ende November übergeben werde.

Vals erklärte hingegen: "Die Bedingungen für eine Auslieferung der Mistral sind nicht gegeben." Frankreich stehe zwar zu seinen Verträgen, strebe jedoch auch nach Frieden in der Ukraine. Sein Land "treffe unabhängige Entscheidungen, ohne dass jemand von aussen diktiert, wie es sich verhalten soll".

Die Schiffe haben einen Wert von mehr als einer Milliarde Euro und sind von Russland bereits teilweise bezahlt. Frankreich steht angesichts der Ukraine-Krise seit Monaten unter Druck, den Rüstungsdeal mit Russland doch noch zu kippen.

Im September hatte die Regierung erklärt, das erste Schiff erst dann zu übergeben, wenn in der Ukraine ein dauerhafter Waffenstillstand herrscht und eine politische Einigung gefunden wird. Frankreich fürchtet, dass eine Annullierung des Vertrags andere Rüstungsprojekte gefährdet, die derzeit kurz vor dem Abschluss stehen.

(sda)

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