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Frankreichs Gala

Frankreich, Gegner der Schweiz an der WM, überzeugte beim 8:0-Sieg gegen Jamaika in allen Belangen.

Frankreich kam in Lille gegen Jamaika zum höchsten Sieg seiner Länderspielgeschichte seit 1995 (10:0 gegen Aserbaidschan). Die Franzosen zeigten nach der definitiven WM-Absage von Franck Ribéry (Rückenbeschwerden) eine überzeugende Leistung und bestimmten die Gangart nach Belieben. Das Team von Didier Des­champs bot gefälligen und zielstrebigen Kombinationsfussball, wirkte spritzig und verzeichnete kaum Ballverluste.

Die Schweizer hatten bei ihrem kürzlichen 1:0-Sieg gegen denselben Gegner noch deutlich weniger brillieren können. «Da war viel Bewegung in unserem Spiel. Das hat mir gefallen. Das gibt uns Selbstvertrauen», bilanzierte Frankreichs Nationaltrainer Des­champs, der sein Wechselkontingent von sechs Spielern für diese Partie in der zweiten Hälfte komplett ausschöpfte.

Blaise Matuidi (Paris St-Germain), Antoine Griezmann (Real Sociedad) und Karim Benzema trafen jeweils doppelt für Frankreich. In absoluter Topform präsentierte sich Benzema. Der eben erst von Adduktorenproblemen genesene Stürmer von Real Madrid traf erst fast ansatzlos und dann mit viel Gefühl und Übersicht zum 3:0 (30.) und zum 5:0 (63.). Daneben bereitete er das 4:0 von Sturmpartner Olivier Giroud (Arsenal/53.) oder das 7:0 von Griezmann mustergültig vor. Benzema hat damit in den letzten sechs Länderspielen ebenso viele Tore geschossen.

Honduras’ 0:0 gegen England

Die Schweizer tun gut daran, ihren Gruppengegner Honduras nicht zu unterschätzen. Die Mittelamerikaner erreichten in Miami gegen England ein 0:0. Der Match, in dem besonders die Honduraner ruppig zur Sache gingen, brachte kaum Höhepunkte. Englands Stürmer Daniel Sturridge vergab nach 73 Minuten frei stehend aus kurzer Distanz mit einem Kopfball die grösste Chance. Stürmer Wayne Rooney wurde in der Pause ausgewechselt.

Mehr zu reden als das Spiel gab das Wetter. Wegen eines Gewittersturms musste die Partie Mitte der ersten Halbzeit für 45 Minuten unterbrochen werden. England war über weite Strecken überlegen, liess aber den Druck vermissen. Der Honduraner Brayan Beckeles wurde nach übertriebenem Ellbogeneinsatz mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Insgesamt zeigte die Partie auf, welch zäher Gegner Honduras für die Schweiz im letzten Gruppenspiel in Manaus sein wird. si

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