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Frau wegen versuchten Mordes verurteilt

Eine Sicherheitsan- gestellte muss wegen Mordversuchs für zehneinhalb Jahre ins Gefängnis. Die Frau hat einen Kollegen in eine Falle gelockt und zusammen mit einem Mit- täter lebensgefährlich verletzt.

Es gab nach dem Berufungsprozess gegen die heute 25-jährige Embracherin nicht mehr viel Neues. Sie wurde wie schon vom Bezirksgericht Zürich wiederum wegen versuchten Mordes verurteilt. Sie kassierte dafür eine hohe Freiheitsstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten. Ein Jahr weniger als vor dem Bezirksgericht Zürich. Dass sie freiwillig aus der Türkei in die Schweiz zurückgekehrt war, stufte das Obergericht als Strafminderung ein.

In Hinterhalt gelockt

Die Vorwürfe der Anklage waren vor Obergericht weitgehend nicht mehr bestritten. Demnach hatte sich die Beschuldigte 2010 an einem Kollegen aus dem Kosovo aus nichtigen Gründen gerächt. Dabei spannte sie mit einem türkischen Freund zusammen. Am Abend telefonierte sie dem Opfer und stellte ihm ein sexuelles Abenteuer in Aussicht. Dann erlebte der angereiste Privatkläger eine böse Überraschung. Er wurde von der Beschuldigten und dem Mittäter mit einem Messer überrascht und brutal niedergestochen.

Das lebensgefährlich verletzte Opfer hatte viel Glück und konnte flüchten. Dank einer Notoperation überlebte es. Die Täterschaft flüchtete in die Türkei. Allerdings kehrte die Frau freiwillig in die Schweiz zurück. Seither sitzt sie im Gefängnis.

Vor Obergericht wies die Beschuldigte jeglichen Tötungsvorsatz zurück und schob die Schuld auf den bisher flüchtigen Mittäter. Sie sei unter Schock gewesen. Die Verteidigung setzte sich deshalb für einen Freispruch vom Vorwurf des Mordversuchs ein.

Im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft, die sich auf ein entscheidendes Beweismittel abstützen konnte. So hatte die Beschuldigte auf der Flucht ge­gen­über einem Verwandten am Telefon mit der Tat geprahlt. Bei einem weiteren Anruf bedauerte sie, dass der Geschädigte überlebt hatte. Mitteilungen, welche die Polizei abgehört hatte. Die Staatsanwaltschaft verlangte deshalb eine hohe Freiheitsstrafe von 13 Jahren und sechs Monaten.

Mordversuch erwiesen

Das Obergericht sah aufgrund der Beweismittel den Mordversuch als erwiesen an und bestätigte damit den Schuldspruch des Bezirksgerichts Zürich. Wegen der Rückkehr der Embracherin setzten die Oberrichter trotz eines erheblichen Verschuldens im Rahmen einer kaum nachvollziehbaren Rache einen Rabatt von einem Jahr fest und senkten die erstinstanzliche Strafe um ein Jahr auf neu zehneinhalb Jahre Freiheitsentzug.

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