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Freitagsproteste für Mursi - Ein Toter bei Zusammenstössen in Suez

Ägyptens Polizei hat erneut landesweit mehrere Demonstrationen von Anhängern des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi mit Tränengas aufgelöst. In der Hauptstadt Kairo gingen trotz ungewohnter Kälte und anhaltenden Regens zahlreiche Menschen auf die Strasse.

Sie verlangten, dass Mursi wieder als ägyptischer Präsident eingesetzt wird. Das teilten die Sicherheitskräfte mit. Demnach warfen einige Demonstranten Molotowcocktails auf Beamte. Südlich von Kairo wurden bei Protesten zwei Beamte durch Schrotkugeln verletzt.

In der Hafenstadt Suez wurde ein junger Demonstrant bei Zusammenstössen zwischen Anhängern und Gegnern Mursis durch Schüsse getötet, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Dort wurden auch drei Polizisten verletzt. Demonstranten steckten zudem in Suez ein Polizeiauto in Brand, ein weiterer Wagen wurde im südlichen Kena zerstört.

Proteste gab es auch in der Stadt Mahalla im Nildelta. Das Innenministerium sprach von insgesamt 54 Festnahmen bei den den Angaben zufolge nicht rechtzeitig angemeldeten und daher "illegalen" Protesten.

Mursi war nach Massenprotesten gegen seine islamistische Führung Anfang Juli vom Militär festgenommen worden. Anschliessend setzte die Armeeführung eine Übergangsregierung ein und liess nahezu die vollständige Führungsriege der Muslimbruderschaft, der auch Mursi entstammt, sowie tausende Islamisten verhaften.

Die Muslimbrüder fordern seit Monaten bei wöchentlichen Demonstrationen Mursis Wiedereinsetzung als Präsident.

(sda)

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