Zum Hauptinhalt springen

Fricks Triplette zum Ausgleich für die Red Ants

winterthur. In Chur forderten die Red Ants Meister Piranha und verloren die Verlängerung. Mit dem 6:5-Sieg im Heimspiel glichen die Winterthurerinnen die Halbfinalserie aus.

Anstelle des noch im Cupfinal praktizierten wilden Pressings zogen sich die Red Ants zurück und lauerten auf Konter. Als weitere kräfteschonende Massnahme kam die dritte Linie regelmässig zum Einsatz, obwohl Michaela Kathriner verletzt ausfiel. Als Piranha Chur mit einem Doppelschlag kurz nach Spielhälfte 3:1 in Führung ging, schien trotzdem alles den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch Alexandra Frick sorgte bis zur 56. Minute für den Ausgleich – die Verlängerung wurde nötig. In dieser sorgte Piranha-Verteidigerin Simona Streiff in der 67. Minute dafür, dass es nicht zum Penaltyschiessen kam. «Nach dem Cupfinal und dieser Partie haben wir den Eindruck, dass im Moment einfach alles gegen uns läuft», beschrieb Andrea Kern.

Perfekte Chancenverwertung

Das in Chur verhinderte Penaltyschiessen wurde tags dar­auf in Oberseen in der regulären Spielzeit quasi nachgeholt. Bis zur 10. Minute verhängten die Schiedsrichter drei Penaltys – Tiia Ukkonen traf für Piranha, während Fabienne Walther und Alexandra Frick vergaben. Letztere konnte sich damit trösten, dass im folgenden Powerplay Margrit Scheidegger zum 1:2 traf. Dieses Tor gab den Red Ants den nötigen Mumm. Frick, Claudia Kunz, Scheidegger und Frick – plötzlich führten die Gastgeberinnen im Startdrittel 5:2. Und als sich bei Spielhälfte Frick – sie wurde am Spieltag 23 Jahre alt – mit einem wunderbaren Solo und dem 6:2 selber beschenkte, schien der Sieg gesichert zu sein. Dass in der 21. Minute Andrea Kern den vierten Penalty der Partie verschoss, war bereits vergessen. «Vermutlich haben wir zu sehr daran gedacht, die hohe Führung nur noch zu verteidigen», analysierte Frick die folgenden 30 Minuten. In diesen rannte Piranha nämlich unaufhörlich an.

Sonja Putzi und Tiia Ukkonen verkürzten im Mitteldrittel auf 6:4, Michelle Russi gelang zehn Minuten vor dem Ende das 6:5. Dabei blieb es, weil sich Jonna Mäkelä mutig in alle Schüsse warf und ihre Verteidigerinnen vieles blockten. «Piranhas Druck war schon enorm», musste auch Frick zugeben. «Aber wir mussten die Führung unbedingt über die Distanz bringen – ein 0:2 in der Serie wäre fatal gewesen.» Dass mit etwas Glück in Chur die Serie sogar 2:0 für die Red Ants stehen könnte, daran will die fünffache Torschützin des Wochenendes gar nicht denken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch