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Friedensnobelpreis geht an die 17-jährige Malala

Der Friedensnobelpreis geht an zwei unermüdliche Kämpfer für die Rechte von Kindern und Jugendlichen: den Inder Kailash Satyarthi und die Pakistanerin Malala Yousafzai.

Malala ist mit ihren 17 Jahren die mit Abstand jüngste Nobelpreisträgerin seit der ersten Vergabe, 1901. «Kinder müssen zur Schule gehen und dürfen nicht finanziell ausgebeutet werden», sagte der Präsident des Nobelkomitees, Thorbjörn Jagland. «Besonders in Konfliktgebieten führt die Verletzung der Rechte von Kindern zur Fortsetzung der Gewalt von Generation zu Generation.»

Malala setzt sich besonders für bessere Bildungschancen für Mädchen ein. Weltbekannt ist die junge Frau, seit ihr die Taliban vor zwei Jahren bei einem Anschlag ins Gesicht schossen. Sie lebt heute in Grossbritannien. Das Mädchen zeigte sich von der hohen Auszeichnung tief geehrt. «Der Preis ist eine Ermutigung für mich, weiterzumachen», sagte die 17-Jährige gestern in Birmingham. Sie erfuhr nach eigenen Angaben während einer Chemiestunde von der Verleihung des Friedensnobelpreises.

Dank an die Familie

«Meine Botschaft für Kinder in aller Welt ist, dass sie für ihre Rechte aufstehen sollten», sagte Malala und dankte ihrer Familie für die Unterstützung. «Ich danke meinem Vater, dass er meine Flügel nicht gestutzt hat, dass er mich hat fliegen lassen», sagte sie.

Der 60-jährige Aktivist Kailash Satyarthi ist in der Öffentlichkeit deutlich weniger bekannt. Er ist der erste Inder, der den Friedensnobelpreis erhält. Den Preis widmete er am Freitag den Kinderarbeitern, für deren Rechte er seit Jahrzehnten kämpft. «Mit diesem Preis finden die Stimmen von Millionen von Kindern Gehör», wurde er zitiert.

Kindern Kindheit verschaffen

Satyarthi hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Kindern eine Kindheit zu verschaffen. Er gründete die Organisation Bachpan Bachao Andolan (Bewegung zur Rettung der Kindheit) und rettete Tausende aus Sklaverei und Schuldknechtschaft. Allein in seiner Heimat Indien schuften 12,6 Millionen Kinder. Sie müssen Abfall sammeln, Steine schlagen, Obst an Marktständen verkaufen oder Tee servieren. sda Seite 27

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