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Frisch rasiert zum Heimsieg

Mit rasierten Köpfen setzte sich der RC Winterthur gegen den favorisierten RC Neuchâtel 25:15 durch.

Über fünf Monate lang liessen sich Spielerinnen und Spieler des Winterthurer Rugbyvereins im Verlauf der Aktion «Rugby 4 life» das Haupthaar spriessen, um die Aufmerksamkeit aufs Thema Männer und Krebs zu lenken und zugleich Geld fürs Begegnungszentrum Turmhaus zu sammeln. Frühmorgens am Matchtag ging es unter Hilfe von drei Coiffeusen ans Abschneiden ebendieser Haare, um daraus Perücken für Chemopatienten zu erstellen. Während es für einige die lang ersehnte Wiederherstellung des Normalzustands war, mussten sich andere von ihrer in vielen Jahren herangezogener Haarpracht trennen. Insgesamt kamen drei Meter Haare verschiedener Farbe und Form zusammen. Auch finanziell war die Aktion ein Erfolg: Über 7000 Franken wurden gesammelt.

Zwei Spiele, zwei Erfolge

Zum sportlichen Hauptanlass wurden zwei Mannschaften des RC Neuchâtel auf dem Deutweg in Empfang genommen. Aufgrund des morgendlichen Scherens der Haare war die Unterscheidung der Rot-Weissen für Zuschauer, Coaches und Mitspieler nicht einfach, denn nun tummelten sich grossmehrheitlich kahl geschorene Spieler auf dem Feld.

Die zweite Mannschaft des RCW wollte zum ersten Mal in der laufenden Regionalliga-Saison nicht mit 0 Punkten vom Platz gehen. Am Schluss stand es 10:15 für die Gäste, was ein grosser Moment und ein wichtiges Resultat für die Motivation der zumeist unerfahrenen RCW-Spieler war.

Die NLB-Mannschaft traf auf ein Team, das bisher nur gegen den ungeschlagenen NLA-Absteiger aus Lausanne verloren hat. Damit war ein «Derby der Zweitplatzierten» angesetzt – des Zweitersten und des Zweitletzten der NLB. Die Winterthurer kannten ihre Stärke und liessen sich durch die bisher oft unglücklich verlorenen Matches nicht entmutigen. So konnte der Neukaledonier Max Wendt am Ende eines schön vorgetragenen Angriffs bereits in der 2. Minute den RCW mit einem Versuch in Vorsprung bringen. Es folgte eine hart, aber fair geführte Partie, in der es bei Halbzeit 15:10 für Winterthur stand. Im Vergleich zu vorherigen Spielen trat die Defensive mit dem zurückgekehrten Peter Weber wieder etwas strukturierter an und das Angriffsspiel war gefährlicher. Nach dem Seitenwechsel erzielten die Neuenburger in einem seltenen Angriff den Ausgleich. Mit dem dritten Versuch sowie einem Strafstoss konnten sie vom RCW dann allerdings entscheidend distanziert werden. dab

Punkte für den RCW: Wendt (5), Breu (10), Weber (5).

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