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Froome und Contador sind erholt

Die 69. Spanien-Rundfahrt vereint ein ausser­gewöhnliches Starterfeld. Von der Prominenz fehlt nur Tour-Sieger Vincenzo Nibali.

Mit der Tour de France hat das bedeutendste Rennen des Jahres bereits stattgefunden, doch die wohl bestbesetzte Rundfahrt des Jahres beginnt am Samstag in Jerez de la Frontera: die SpanienRundfahrt. Insbesondere die Präsenz des Briten Chris Froome und des Spaniers Alberto Contador wertet die dritte grosse Landesrundfahrt auf. Die beiden galten schon an der Tour de France als die grossen Favoriten, wurden aber dort durch Stürze aus der Entscheidung geworfen.

«Ich habe mich gut von meinen Verletzungen erholt», sagt Chris Froome. An der Tour de France hatte er als Vorjahressieger in der 5. Etappe mit Brüchen am linken Handgelenk und an der rechten Hand aufgeben müssen. Er habe für seine Rückkehr hart gearbeitet, und er freue sich sehr auf dieses Rennen, liess der 29-Jährige verlauten. Denn er steht in einer ganz speziellen Beziehung zur Spanien-Rundfahrt. Vor drei Jahren schaffte er in der Vuelta als Gesamtzweiter den internationalen Durchbruch, geschlagen nur vom Spanier Juan José Cobo.

Alberto Contador äussert sich, auf seine Chancen angesprochen, weit vorsichtiger als Froome. Der 31-Jährige spricht nicht vom Gesamtsieg. Er sei froh, überhaupt starten zu können. Contador hatte sich an der Tour de France in der 10. Etappe einen Schienbeinbruch und eine Verletzung am Knie zugezogen. Erst Anfang August ist er wieder ins Training eingestiegen. Erst vor einer Woche konnte er erstmals wieder schmerzfrei einen Berg hochfahren. «Vielleicht liegt in der letzten Woche ein Etappensieg drin», hofft Contador, der Vuelta-sieger der Jahre 2008 und 2012.

Gemeldet hat sich auch der unverwüstliche Amerikaner Chris Horner, der letztes Jahr die Spanien-Rundfahrt völlig überraschend vor Nibali und Valverde gewann, danach aber zu Lampre-Merida wechselte und im neuen Trikot noch keinen einzigen Sieg einfahren konnte. Im Oktober wird der älteste Vuelta-Gewinner aller Zeiten 43 Jahre alt.

Parcours für Giro-Sieger

Gegner gibt es für Froome aber noch genug andere. Beachten muss er vor allem das spanische Team von Movistar, in dessen Reihen sich mit dem Kolumbianer Nairo Quintana und dem Spanier Alejandro Valverde gleich zwei potenzielle Gesamtsieger befinden. Vor allem Quintana dürfte für Froome eine Gefahr darstellen. Der Südamerikaner war letztes Jahr an der Tour de France Zweiter hinter dem Briten. In der aktuellen Saison stellte Quintana seine Qualitäten mit dem Gesamtsieg am Giro d’Italia unter Beweis.

Cancellaras WM-Test

Unter den 198 gemeldeten Fahrern befinden sich acht Schweizer. Fabian Cancellara will sich den letzten Schliff für die WM von Ende September holen, die ebenfalls in Spanien, in Ponferrada, stattfinden wird. Der 33-jährige Berner sollte sich zumindest bis zur 10. Etappe im Rennen halten. Dann steht das Einzelzeitfahren über 36,7 km im Programm. Letztes Jahr hatte Cancellara in Tarazona im Kampf gegen die Uhr einen Etappensieg verbuchen können. Zwei weitere Siege in Zeitfahren datieren von 2009. si

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