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Früher freie Fahrt auf der Tössbrücke der A1 als geplant

Die Bauarbeiten an der Tössbrücke auf der A1 sind zwei Wochen früher als geplant abgeschlossen. Ab Samstag sind die Leitschranken weg und man darf wieder mit 100 km/h fahren.

Rund 100'000 Autos zwängen sich an einem durchschnittlichen Tag über die Tössbrücke auf der Autobahn A1 in Richtung Zürich und St.Gallen. Seit Februar diesen Jahres nur noch mit Tempo 80 statt 100 und auf verengter Fahrbahn. Im Rahmen der Gesamtrevision der zwölf Kilometer langen A1-Teilstrecke zwischen Effretikon und Winterthur-Ohringen (2017 bis 2020) saniert der Bund die Tössbrücke als «Vorausmassnahme» in zwei Etappen. Gestern gab das Bundesamt für Strassen Astra bekannt, dass es die Bauphase 2014 bereits heute Freitag abschliesst, zwei Wochen früher als geplant. «Wir haben die Baustellenplanung optimiert, das Wetter spielte mit und die Schäden an der Brücke waren teilweise kleiner als angenommen», sagt ihr Sprecher Markus Hausmann. Ein Grossteil der Arbeiten ist bereits erledigt. Man hat die Beläge des Mittelstreifens (siehe Bild) und der zwei Spuren in Richtung Zürich erneuert und die Statik der Brücke verbessert. Deren sogenannte Widerlager – die Betonelemente, die den Übergang zwischen Brücke und Erddamm markieren – wurden verstärkt. 1967 wurde die Tössbrücke eröffnet (siehe Box). Fast 50 Jahre Verkehr und Witterung haben ihrer Bausubstanz arg zugesetzt. Durch Risse drang Wasser bis zu den Armierungseisen vor, die zu korrodieren drohten.

Schlank und leicht schlägt breit und träge

Dass die Baupause zwei Wochen früher beginnt als geplant, liegt auch an den neuen mobilen Leitplanken, die nun auch in Winterthur getestet wurden. Diese haben schmalere Sockel und lassen sich einfacher zusammensetzen, als ihre Vorgänger aus Stahl. Das schafft zusätzliche Fläche für die Bauarbeiten und spart Zeit beim Umplatzieren. «Das neue System ist vielversprechend», sagt Hausmann.Zufrieden ist man beim Astra auch, dass es trotz schmaleren Spuren zu weniger Unfällen gekommen ist, als bei Normalbetrieb. Genaue Zahlen nennt es allerdings nicht. Wesentlicher Grund dafür sei die dynamische Wechselsignalisation. LED-Tafeln machten Autofahrer situativ auf Stau und Tempo- oder Spurenänderungen aufmerksam. Ab Samstag fallen sowohl die Leitplanken sowie die Signalisationen weg und es gilt wieder Tempo 100. Im April 2015 beginnt auf der 162 Meter langen Brücke bereits die nächste Bauphase. Sie dauert voraussichtlich bis im Herbst 2015. Dann werden die beiden Spuren in Richtung St. Gallen erneuert und erneut die Tempolimite 80 eingeführt.

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