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Früher war der Fisch noch fremd

Karwoche ist Fischwoche. Ein Besuch bei der Firma Mastai in Hegi, wo sich eine internationale Kundschaft mit Fischen eindeckt.

Es herrscht Betrieb vor dem Mastai­abholmarkt in Hegi. Personen verlassen das Lokal mit Tüten voller Fisch, Meeresfrüchten und anderen Spezialitäten. Vor den Tiefkühlern im Innern wird es zuweilen eng. In diesem Treiben behält die Personal- und PR-Verantwortliche Ruth Konrad Mastai den Überblick. Sie begrüsst die Kunden – einige kennt sie mit Vornamen.

Seit November befindet sich der Abholmarkt am neuen Standort in Hegi an der Sandgrubenstrasse. Laut Ruth Konrad Mastai ist der Platz im früheren Lokal im Zen­trum Oberi zu knapp geworden. «Die alten Räumlichkeiten waren kleiner als jetzt, und auch Kundenparkplätze waren Mangelware.» Das Lokal ist heute im Erdgeschoss des Mastai-Hauptsitzes untergebracht. Von hier aus werden auch Fischwaren an Läden und Gastrobetriebe verkauft.

Die Firma wurde 1920 vom italienischen Ehepaar Tranquillo und Elisabetta Mastai gegründet. Im Lauf der Zeit hat sie sich auf Produkte aus dem Mittelmeerraum spezialisiert. In den Vitrinen finden sich Fische wie der Rotbarsch, der vor allem in Portugal als Spezialität gilt. Laut Ruth Konrad Mastai orientiert sich das Angebot an Mi­gran­tenströmen. Viele Kunden unterhalten sich auf Italienisch oder Portugiesisch, und manchmal wechselt auch das Verkaufspersonal vom Schweizerdeutschen in eine Fremdsprache. Die internationale Ausrichtung des Ladens sei bereichernd, sagt Ruth Konrad Mastai. «Für mich ist das ein Ersatz zum Reisen.» Laut Geschäftsleiter ­Felice Mastai kauften zur Anfangszeit des Abholmarktes fast ausschliesslich Kunden mit ausländischen Wurzeln bei ihnen ein. Heute wollen auch Schweizer Fische essen. Der Fischkonsum habe eher zugenommen. Gerade in der Karwoche werde mehr Fisch verkauft als sonst. Es sei aber nicht mehr wie früher, als vor Ostern das Mehrfache der normalen Menge abgesetzt wurde. Die Ostern seien von anderen Feiertagen überholt worden. «Heute verkaufen wir am meisten während der Weihnachtszeit.»

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