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Früherer algerischer Präsident Benjedid gestorben

Der frühere algerische Präsident Chadli Benjedid ist am Samstag im Alter von 83 Jahren in Algier gestorben. Als Todesursache gab die algerische Nachrichtenagentur APS Krebs an. Benjedid war vor einer Woche in ein Militärspital eingeliefert worden.

Benjedid kämpfte in der französischen Armee im Indochina-Krieg und wechselte zum Beginn des algerischen Befreiungskampfes 1954 gegen Frankreich zur Nationalen Befreiungsfront FLN. Er war algerischer Präsident von 1979 bis 1992.

Benjedid trieb die Demokratisierung Algeriens voran. Im Jahr 1989 verkündete er eine pluralistische Verfassung, zwei Jahre später trat er zudem vom Vorsitz der FLN zurück.

Als 1992 das Militär infolge eines sich abzeichnenden Wahlsiegs der radikalen Islamischen Heilsfront (FIS) die Macht in Algerien übernahm, wurde Benjedid zum Rücktritt gezwungen.

(sda)

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