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Frühlingsgefühle im Tessin

Ambri/Lugano. Die Sieger des ersten Eishockey-Wochenendes heissen Ambri und Lugano.

Bis am 24. September dauert es noch etwas mehr als eine Woche. Leider für die Tessiner kann bis dann noch einiges passieren. Stünde das erste Saisonderby zwischen Lugano und Ambri nicht erst am nächsten Dienstag, sondern bereits morgen an, es wäre das Spitzenspiel in der National League A. Ambri-Piotta steht nach zwei Runden alleine an der Tabellenspitze, der HC Lugano folgt mit einem «richtigen» Sieg und einem nach Penaltyschiessen mit einem Punkt Abstand.

Das weckt Frühlingsgefühle im Tessiner Eishockey, das in den letzten Jahren vieles ausser Erfolgsstorys schrieb. Ambri-Piotta wartet seit der Saison 2005/06 auf die erste Playoff-Teilnahme, der HC Lugano seit dem letzten Titel (2006) auf den ersten Sieg in einer Playoff-Serie.

2:1 in Genf und 3:2 bei der Heimpremiere über Rapperswil-Jona: Zwei Siege zum Saisonstart gelangen Ambri- Piotta vorher zum letzten Mal im Herbst 2006! Der Trainer hiess damals Pekka Rautakallio, die Playoffs fanden trotz dieses Topstarts ohne die Leventiner statt. Jean-Guy Trudel und Hnat Domenichelli hiessen damals die Antreiber in der Mannschaft. Im aktuellen Team trug Alexandre Giroux mit zwei Toren zur glücklichen Wende gegen Rapperswil bei. Der Kanadier, letzte Saison in den finalen Tagen in Kloten engagiert, hatte in der Vorbereitung nicht gerade überzeugt. Trainer Serge Pelletier, der letzte Coach, der Ambri in die Playoffs geführt hat, erstaunte die Beobachter mit einer unerwarteten Rochade. Goalie Nolan Schaefer, der in Genf so grossartig gehalten hatte, war am Samstag gegen die Lakers nur Zuschauer, Sandro Zurkirchen debütierte in der Valascia.

Fischers Debüt

Auf dem Weg zu den zwei Startsiegen traf auch Lugano auf die Rapperswiler, am Freitag gelang das Trainerdebüt von Patrick Fischer mit einem Penaltysieg auswärts. Die eigenen Anhänger wurden dann mit dem 5:1-Erfolg in der Resega über Meister Bern in Euphorie versetzt. Dass Lugano über ein starkes Powerplay verfügt, das hatte man bereits in der Vorbereitung (und zum Teil in der letzten Saison) gesehen, der SC Bern bekam die Überzahlstärke empfindlich zu spüren. Drei Powerplay-Treffer gingen auf das Konto des HC Lugano. Sein Top­sko­rer übrigens ist einer, der bei Ambris letzter Playoff-Teilnahme eine wichtige Rolle spielte: Hnat Domenichelli, inzwischen 37 Jahre alt, erzielte in zwei Partien fünf Skorerpunkte.

Die Tessiner sind ganz oben, ganz unten ist dafür Genf-Servette. Die noch punktelosen Genfer, die Julian Walker im letzten Moment an Lugano abgegeben haben, treten (morgen) Dienstag in der Resega an. (jch)

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