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Fünf Tore für Bürki

ST. Gallen. Die Grasshoppers haben in St. Gallen mit 5:1 gewonnen, aber ihren Torhüter Roman Bürki durch ein überhartes Einsteigen von Kristian Nushi mit einer Hirnerschütterung verloren.

Als Nushi den herauseilenden GC-Torhüter in der 67. Minute am Kopf traf, lautete das Skore 2:1 für die Zürcher, und es war noch jeglicher Ausgang möglich. St. Gallens Captain Philippe Montandon hatte den Heimklub mit einem Kopfball nach einer Viertelstunde in Führung gebracht. Bürki griff zwar daneben, wurde aber im Fünfmeterraum von Stéphane Besle angegangen, was man hätte pfeifen müssen.

Danach besass Marco Mathys zwei Grosschancen, das Skore für St. Gallen zu erhöhen, scheiterte aber am reflexstarken Bürki. «Er hat uns im Spiel gehalten», bemerkte GC-Trainer Michael Skibbe, war aber nach dem Spiel in Gedanken bei seinem Torhüter, der in der Notfallklinik des Kantonsspitals St. Gallen lag, aber offenbar Glück im Unglück hatte und keine bleibenden Schäden aus dem Zusammenprall zu befürchten hat.

Nach einer halben Stunde hätte das Resultat 3:0 für St. Gallen heissen müssen, doch ein Lapsus von Daniel Lopar ermöglichte GC durch Nassim Ben Khalifa den Ausgleich. St. Gallens Goalie, zuvor nicht beschäftigt, liess einen tückischen Freistoss von Caio nach vorne abprallen, Ben Khalifa erbte. Gleich nach der Pause doppelte er nach. Nach Zuspiel des israelischen Neuzuzugs Munas Dabbur schoss der Schweizer Internationale GC aus der Drehung (51.) in Front.

Voll durchgezogen

St. Gallen zeigte nun eine Reaktion. Ermir Lenjani traf die Latte, als die verhängnisvolle 67. Minute anbrach. Janjatovic bediente den neun Minuten zuvor eingewechselten und um einen neuen Vertrag kämpfenden Kristian Nushi. Er vermochte den Steilpass nicht mehr zu erreichen, den Bürki herausstürzend behändigte. Der übermotivierte Nushi zog aber voll durch und traf den GC-Hüter mit dem Fuss am Kopf. Regungslos blieb Bürki liegen. Es musste Schlimmes befürchtet werden. Bedenken, die sich nach einem viertelstündigen Spielunterbruch aber verflüchtigten. Bürki schied mit einer Hirnerschütterung aus und machte unfreiwillig Ersatztorhüter Davide Taini Platz. Nushi wurde für seinen fahrlässigen Kopftritt zu Recht des Feldes verwiesen.

«Am liebsten wäre ich nach dieser tragischen Si­tua­tion unter die Dusche gegangen und dann heimgefahren», sagte GC-Verteidiger Michael Lang. «Nushis Tritt war unnötig. Als wir wieder auf den Platz gingen, spielten wir für Roman.»

Und wie! Es waren nicht die Hoppers, die wie gelähmt wirkten, sondern die St. Galler. Zweimal der Israeli Dabbur, der ein starkes Debüt gab, sowie Shkelzen Gashi erhöhten auf 5:1. St. Gallen hat nun einen Fehlstart mit nur einem Punkt aus drei Rückrunden-Spielen erlitten. GC zeigte nach mühevollem Start eine starke Reaktion, hat sich für die 1:2-Heim-Niederlage gegen Aarau revanchiert und einen Sieg für Bürki errungen. St. Gallens Trainer Jeff Saibene stellte das Wesentliche in den Vordergrund: «Wichtiger als unser Ausrutscher ist die Gesundheit von Roman Bürki.» Für den GC-Goalie ist die Sache glimpflich ausgegangen. Er konnte den Heimweg mit der Mannschaft antreten. (si)

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