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Fuentes bestreitet Epo-Weitergabe

MADRID. Obwohl in mindestens 8 der über 200 im Mai 2006 bei ihm sichergestellten Blutbeuteln Reste von Epo entdeckt wurden, bestritt der spanische Mediziner Eufemiano Fuentes im Prozess um die «Operación Puerto», dass er das Blutdopingmittel weitergegeben habe. Die gefundenen Reste könnten nur von früheren Behandlungen stammen, die aber nicht von ihm durchgeführt worden seien. Ausser den gängigen Konservierungsmitteln sei dem Blut bei den Transfusionen, «nie ein anderes Produkt zugefügt worden».

Den Vorwurf der Anklage, die Gesundheit seiner Patienten gefährdet zu haben, bestreitet Fuentes. Er habe Bluttransfusionen bei Hochleistungssportlern vorgenommen, weil deren Blut bei Wettkämpfen einen gefährlich niedrigen Hämatokritwert aufgewiesen habe.

Gestern enthüllte Fuentes zudem den Namen eines seiner früheren Kunden. Der genannte, frühere Radprofi Javier Gomez (38) stellte daraufhin seinen Posten als Generaldirektor der Jugendstiftung der obersten Sportbehörde CSD zur Verfügung. Als Präsident des spanischen Verbandes der Profi-Radsportler (ACP) hatte sich der vielfach ausgezeichnete Funktionär zuletzt mehrfach gegen Doping ausgesprochen.

Fuentes sagte, er habe ein Notizbuch mit den Namen all seiner ehemaligen Kunden in einem Safe. «Wenn man wissen will, wer diese Sportler waren, kein Problem», sagte er, betonte aber auch: «Ich glaube, hier wird über eine wichtigere Sache verhandelt, und zwar ob das, was gemacht wurde, gut war oder nicht.» Die Vorsitzende Richterin liess wissen, sie werde Fuentes nicht zur Herausgabe von Namen auffordern. Einer freiwilligen Enthüllung werde sie sich aber nicht widersetzen. (si)

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