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Für 20 Meter hohe Industriebauten

Die Gemeindeversammlung hat die Revision der Ortsplanung gutgeheissen. Anlass zu Diskussionen gab die Höhe der Industriebauten.

In den Andelfinger Industriezonen waren bisher Gebäude von maximal 13 Metern Höhe erlaubt. In der neuen Fassung der Bau- und Zonenordnung legte der Gemeinderat eine Maximalhöhe von 20 Metern fest. «Das ist viel zu hoch», sagte ein Stimmbürger an der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend, an der über die revidierte Ortsplanung zu befinden war. «Das stört erstens das Ortsbild, und zweitens haben die Nachbargebäude nicht mehr genug Licht.»

Hochbauvorstand Heier Blaser verteidigte den Antrag des Gemeinderates: Der knapper werdende Boden müsse besser ausgenützt werden, auch in der Kernzone seien die Lichtverhältnisse manchmal eingeschränkt, und im Übrigen habe sich der Kanton, der bei Fragen zum Ortsbild immer genau hinschaue, bei der Vorprüfung der Vorlage nicht quergestellt.

Ergänzend gab der Architekt Willy Roost zu bedenken, dass die vorgegebene Baumassenziffer ohnehin auf kleineren Grundstücken nicht übermässig hohe Gebäude zulasse.

Der Antrag auf Beibehaltung der bisherigen Maximalhöhe wurde mit 36 zu 9 Stimmen abgelehnt, und in der Schlussabstimmung passierte die revidierte Ortsplanung (umfassend den Zonen- und den Kernzonenplan sowie die neuen Bauvorschriften und den Verkehrsplan) nahezu einstimmig. Das bedeutet unter anderem:

K dass der kommunale Werkhof Fuch­senhölzli und der kantonale an der Thur in die Zone für öffentliche Bauten kommen;

K dass das Gebiet «Ursprung» nicht eingezont wird, nachdem die kantonale Kulturlandin­itia­ti­ve auf Zustimmung gestossen ist;

K dass der Gemeinderat eine fünfköpfige Fachkommission einsetzen kann, die ihn bei heiklen Bauprojekten in der Kernzone beraten wird;

K dass in den Wohnzonen nicht nur Sattel-, sondern auch Pult- und Flachdächer erlaubt sein werden.

Bei der Ausarbeitung des Planwerks lautete eines der Ziele, durch «innere Verdichtung» den Boden besser ausnützen zu können. Entsprechend wurden die Vorschriften betreffend Gebäudelänge, Gebäudehöhe, Baumassenziffern und Grenzabstände gelockert.

Allerdings nicht übermässig. Die zwei anlässlich der öffentlichen Auflage im letzten Herbst eingereichten Begehren betreffend die Wohnzone W2A berücksichtigte der Gemeinderat nicht. Mit dem einen wurde gefordert, die Baumassenziffer sei von 1,4 auf 1,6 Kubikmeter pro Quadratmeter zu erhöhen, und mit dem andern, es seien zwei Dachgeschosse (und nicht nur eines) zuzulassen. Zum ersten Antrag gab Gemeindepräsident Ueli Frauenfelder den 53 zur Versammlung erschienenen Stimmberechtigten zu bedenken, mit einer höheren Baumassenziffer lasse sich die gute Wohnqualität nicht bewahren, und zum zweiten sagte er, zwei Dachgeschosse hätten unweigerlich eine starke Veränderung der Dachlandschaft zur Folge. (lü)

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