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Für ein Hotel kündigt Stadt Zürich Mietern

ZÜrich. Seit dem Jahr 2008 betreibt die Jugendstil AG das Hotel Helvetia am Stauffacher in Zürich. Das Boutique-Hotel ist zwar gut belegt, mit seinen nur vierzehn Zimmern und zwei Businessapartments hat es aber eine ungünstige Grösse und rentiert deshalb kaum. Die Betreiber wandten sich in der Not an die Stadt Zürich, da sie von dieser bereits die gegenüberliegende ehemalige Tramstation mieten, wo sie ihr «Helvti Diner» betreiben.

Die Anfrage hatte Erfolg: Die Hotelbetreiber können sich nun im Nachbarhaus einmieten, das der Stadt gehört. Dort sollen rund 20 Hotelzimmer eingerichtet werden. An den Umbaukosten, die auf 2,7 Millionen Franken geschätzt werden, beteiligt sich die Stadt mit bis zu 1,25 Millionen Franken. Dies entspreche etwa den Investitionen, die bei der Instandsetzung des Nachbarhauses ohnehin angefallen wären. Mit den «Helvetia»-Betreibern schliesst die Stadt einen langfristigen Mietvertrag ab. Ein fester Mietzins wird dabei aber nicht vereinbart: Die Höhe soll umsatzabhängig sein.

Wenig Freude an dieser Lösung dürften die Mieter im Nachbarhaus haben, wo sich heute vier Wohnungen und zwei Ladenlokale befinden. Sie erhalten wegen des Hotelausbaus alle die Kündigung. Den Mietern würden «im üblichen Rahmen Ersatzangebote unterbreitet», schreibt die Stadt. (sda)

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