Zum Hauptinhalt springen

Für Weihnachten auf Schönheit getrimmt

Ihre Christbaumkultur in Alten ist beachtlich. Roger und Monika Keller tun auch viel dafür: Das ganze Jahr über hegen und pflegen sie ihre rund 20 000 kleinen und grossen Tannen.

Nicht nur schön, auch gesund soll er sein, der ökologische Schweizer Weihnachtsbaum. Das wissen Monika und Roger Keller-Gromann aus Alten, die nach den Richtlinien der IG Suisse Christbaum produzieren. Ein schön gewachsener Tannenbaum ist das Produkt sorgfältiger Handarbeit. Wächst ein Ästlein zu steil in die Höhe, muss es mit einem weichen breiten Draht nach unten gebunden werden. Damit ausserdem die Baumspitze nicht zu buschig wird, muss die Rinde im oberen Teil des Stämmchens mit einer Spezialzange geritzt werden. Das drosselt die wachstumsfördernde Saftzufuhr.

Saftgrüne Bäume mit kräftigen Ästen gedeihen nur auf gesundem Boden mit Gras, ist Roger Keller überzeugt. Im Sommer soll sich kein Piepmatz auf die Spitze setzen und sie verbiegen. Dazu dient eine sogenannte Vogelstange, die am Stamm montiert wird. Und es scheint zu funktionieren: Die Kronen der rund 300 Bäume auf dem Platz neben dem Hof der Kellers blicken sämtliche aufrecht in die Höhe.

«Es ist enorm, was man aus einem Christbaum herausholen kann», sagt Roger Keller. Die tiefgefrorenen Importchristbäume von Monokulturen aus Dänemark und Deutschland, die schon Ende September geerntet wurden, könnten da nicht mithalten. «Unsere Bäume sind eben erst gefällt worden und bleiben länger frisch.» Für ihn und seine Frau ist die eigene Christbaumkultur, die inzwischen die Hälfte des betrieblichen Ertrags liefert und 60 Prozent des zeitlichen Aufwands in Anspruch nimmt, zur Passion geworden.

600 Christbäume direkt ab Hof

Dabei hatte alles erst vor zehn Jahren begonnen: «2003 haben wir unsere erste Anlage mit Jungbäumen bepflanzt», erzählt die Bäuerin. Jedes Jahr wurde die Fläche seitdem grösser. Mittlerweile gedeihen unter der Obhut der Kellers über 20 000 Christbäume aus acht Sorten auf drei Hektaren Land. «In der Adventszeit veräussert das Ehepaar, dem auch die 17-jährige Tochter und der 14-jährige Sohn zur Hand gehen, rund 2000 Bäume. Etwa 600 Stück gehen direkt ab Hof. Die übrigen werden an Grossverteiler und andere Wiederverkäufer weitergegeben.

Als Roger und Monika Keller vor elf Jahren den Hof von Monikas Eltern übernahmen, machten sich die beiden Gedanken über zusätzliche Verdienstmöglichkeiten. Mit dem Ackerbau allein liess sich die Existenz auf die Länge nicht bestreiten. Nach einem Besuch bei einem Landwirt in Gerlisberg bei Kloten waren sie überzeugt: Christbäume sollten es sein. Seit letzter Woche werden in Alten also seit elf Jahren Christbäume angeboten. Dieses Jahr können wir unseren gesamten Christbaumverkauf erstmals ohne Zukäufe bestreiten», sagt die 43-Jährige. Der Renner ist immer noch die Nordmanntanne, die pro Meter 38 Franken kostet und in allen Grössen vorhanden ist. «Schöne Bäume bringt man immer los», ist die Landwirtin überzeugt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch