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Gartenträume und Umsatzkönige

Das Schlafzimmer in einer beruhigenden Farbe streichen, den Strom über Erdwärme gewinnen oder den Garten hinter dem Haus in eine grüne Oase verwandeln: An der Wohga zeigen Profis, wie man die eigenen vier Wände am besten nutzen kann.

Eine halbe Stunde vor Eröffnung stehen nur vereinzelt Besucher vor dem Messeeingang. Mit jeder Minute und jedem eintreffenden Bus vergrössert sich ihre Anzahl, bis sich schliesslich eine Menschenmenge auf dem Platz versammelt hat, die ungeduldig auf ihren Einlass wartet. Um 14 Uhr ist es dann so weit und die Abschrankung wird zur Seite geschoben: Die Wohga ist eröffnet. In den nächsten drei Tagen zeigen die Aussteller der Winterthurer Messe für Wohnen, Haus und Garten die Trends der Branche und versuchen die Besucher mit neuester Ener­gie­technik, intelligenten Haushaltgeräten und Schaugärten zu beeindrucken.

«Bei uns liegt ein Frühlingsgefühl in der Luft», sagt Andreas Künzli, Geschäftsführer der Maurer und Salzmann AG, der Organisatorin der Wohga. «Die Gartenanlagen stechen heraus und inspirieren viele Besucher, ihren eigenen Garten umzugestalten.»

Eine von diesen Besuchern ist Bigi Pellaton aus Wetzikon. Gemeinsam mit ihrem Mann sucht die 50-Jährige Bodenplatten und Sonnenstoren für ihren Garten. «Wir haben lange am Konzept gefeilt, nun wollen wir schauen, ob es das passende Material dafür gibt», sagt Pellaton. Viele Messegänger interessieren sich besonders für diesen Teil der Ausstellung, was den Firmen gute Umsätze einbringen kann. «Es gibt Gärtner, die nach der Messe für ein halbes Jahr ausgebucht sind», sagt Künzli.

Keine goldene Nase verdienen

Doch nicht nur für Gartenbauer, sondern auch für andere Aussteller scheint sich die Wohga nach wie vor zu lohnen. «Die Firmen sind daran interessiert, wiederzukommen, und es gibt kaum Wechsel bei den Ausstellern», sagt Künzli. Gemäss dem Organisator kann an einer Messe wie der Wohga von den Firmen eine Wertschöpfung von insgesamt bis zu 10 Millionen erarbeitet werden. Dennoch könnten sich die Aussteller keine goldene Nase verdienen. «Der Aufwand ist sehr gross», sagt Künzli. «Neben der Platzmiete müssen die Firmen viel Geld für die Ausstellungsstücke und den Personalaufwand bezahlen.»

Grösser als Einkaufszentrum

Insgesamt arbeiten über 800 Leute an der Wohga, sei es als Standmitarbeiter, Organisatoren oder Sicherheitspersonal. «Jedes Einkaufszentrum ist weniger aufwendig zu koordinieren als diese Messe», sagt Künzli. «Die Vorbereitungen dauern mindestens ein Jahr.»

Vor 14 Tagen begann der Aufbau der Zelte, danach folgte die Einrichtung der einzelnen Stände. «Dieses Jahr ist alles glattgelaufen», sagt Künzli. «Die Aussteller hatten genügend Zeit, sich einzurichten.» Bereits Ende nächster Woche werden die Stände und Zelte wieder abgebrochen sein. Viel Arbeitsaufwand für eine viertägige Messe. «Der Einsatz ist zwar gross, aber das Interesse der Aussteller und des Publikums ist da», sagt Künzli.

Das gilt auch für die alljährlichen Sonderschauen. Dieses Mal stehen die Themen intelligentes Wohnen, knappes Bauland und Ener­gie­effizienz im Vordergrund. Letztere entstand in Zusammenarbeit mit den Winterthurer Stadtwerken und soll auch über Förderprogramme der Stadt informieren. «Die Frage nach ener­gie­sparendem Bauen und Sanieren wird immer grösser», sagt Künzli. So würden sich vermehrt auch die Aussteller Ener­gie­themen widmen und von Solaranlagen bis zu Wärmetechniken alles anbieten.

Die Wohga findet zum 16. Mal in den Eulachhallen in Winterthur statt. Auf 9000 Quadratmetern stellen knapp 200 Aussteller ihre Produkte oder Dienstleistungen an Ständen vor. Es werden 18 000 Besucher erwartet.

www.wohga.ch

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