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Gay in Lausanne

Leichtathletik?Der Sprinter Tyson Gay gibt sein Comeback nach einjähriger Dopingsperre am 3. Juli an der Athletissima in Lausanne. Der Meetingdirektor Jacky Delapierre kündete den Start des Amerikaners über 100 m an.

Gay war 2013 wenige Tage nach seinem Sieg in Lausanne als Dopingsünder aufgeflogen. Dem zweitschnellsten Mann der Geschichte (9,69 Sekunden über 100 m) wurde in einer Trainingskontrolle ein verbotenes anaboles Steroid nachgewiesen. Wegen mildernder Umstände und Kooperations-Bereitschaft legte die US-Anti-Doping-Agentur Anfang Mai das Strafmass auf ein statt mehrere Jahre fest. Dieser Entscheid, der von der IAAF kaum mehr umgestossen werden dürfte, macht den Weg für das Comeback in Lausanne frei.

Gay, der seinen Trainingsbetrieb nie unterbrochen hat, wird in Lausanne die 100 m laufen und – so hoffen die Organisatoren –den Jahresschnellsten Justin Gatlin fordern. Fehlen wird Usain Bolt. «Ich bin nicht bereit, Usain Bolt für so viel Geld einen Trainingslauf zu finanzieren», sagte Delapierre.

Das Duell der Hochspringer

Die Frage sei, ob der jamaikanische Olympiasieger dieses Jahr überhaupt laufen wird. Gemäss Delapierre wird Bolt seine als Saisoneinstieg geplanten Starts in Ostrava (Tsch) und Paris absagen.Yohan Blake wird beim Diamond-League-Meeting deshalb das Aushängeschild über 200 m sein. Der wieder genesene Jamaikaner will den Meeting-Rekord von 19,58 Sekunden ins Visier nehmen.

In den technischen Disziplinen wird das Augenmerk auf den Stabhoch-Weltrekordhalter Renaud Lavillenie sowie die fünf Hochspringer, die alle schon 2,40 m überquert haben, gerichtet sein.Delapierre wirft für das Engagement der Athleten und Athletinnen (Startgage und Preisgeld) 1,3 Millionen Franken auf. Das Budget des Meetings beträgt 4,3 Millionen Franken. Allerdings lässt sich dieser Betrag nicht mit den rund 9 Millionen von Weltklasse Zürich vergleichen, weil der Athletissima von der Stadt Lausanne die Kosten für Stadionmiete, die Beleuchtung sowie auch die Aufräumarbeiten erlassen werden.

Zudem steckt auch das IOC mit Sitz in Lausanne via das Olympische Museum Geld ins Meeting. Ohne diese Zugaben würde der Aufwand zwischen 6 bis 7 Millionen betragen, was im Vergleich mit Zürich rund zwei Dritteln entspricht. si

Wieder zurück: Tyson Gay gibt nach einjähriger Dopingsperre sein Comeback. Archiv TA

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