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GC hält sich ganz oben

sion/st. gallen. Ein 1:1 in Sion reichte den Grasshoppers, sich an der Spitze der Super League zu halten. Der FC St. Gallen verpasste mit einem 1:1 gegen den FC Luzern den Sprung auf Platz 1.

Zweimal an diesem Wochenende hätten die Grasshoppers ihren Platz an der Sonne verlieren können: am Samstagabend mit einer Niederlage im Wallis an den FC Sion; und als dies mit einem hart erkämpften Unentschieden vermieden worden war, am frühen Sonntagnachmittag an den FC St. Gallen. Aber dazu hätte dieser sein Heimspiel gegen den FC Luzern gewinnen müssen, und das schaffte er nicht. FCSG – FCL war ein jederzeit unterhaltsames und auch sehr korrekt geleitetes Kampfspiel. Und das 1:1 an dessen Ende war auch für ziemlich jeden der direkt Beteiligten «gerecht», wie es Luzerns Trainer Ryszard Komornicki formulierte, oder «korrekt», wie es der St. Galler Jeff Saibene tat. Und die beiden, die einst in Aarau zusammenar­bei­te­ten, lobten nun die jeweils gegnerische Mannschaft. Die St. Galler verdienen sich grundsätzlich Anerkennung für ihre Saisonleistung. Als Aufsteiger einen Spieltag vor Ende der Vorrunde Zweiter zu sein, das ist gut. Saibene weist zu Recht dar­auf hin, seine Mannschaft habe kaum schlechte Spiele, sondern einige Kon- stanz gezeigt. Und die Luzerner verdienen Lob dafür, nun viermal in Folge ungeschlagen geblieben zu sein und, wie Saibene das Wirken des Kollegen Komornicki hervorhob, «in der Defensivarbeit klare Fortschritte gemacht zu haben. Es wird immer schwieriger, gegen Luzern zu spielen.» Hätte es gestern allerdings einen Sieger gegeben, hätte er Luzern heissen müssen. Zum einen gingen die Zentralschweizer bereits nach 19 Minuten durch eine starke Einzelleistung Adrian Winters in Führung; zum andern hatten sie in der ersten halben Stunde ein Chancenplus, das mehr als diesen Treffer gerechtfertigt hätte. Und in der 52. Minute, als Winter nach einem der Patzer des St. Gallers Stéphane Besle alleine auf Goalie Daniel Lopar zulaufen konnte, dann aber zu lange zögerte, hatten die Luzerner nochmals eine erstklassige Möglichkeit, wohl definitiv den Weg zum Sieg zu beschreiten. Anderseits waren die St. Galler ab der 30. Minute die aktivere Mannschaft. Sie mögen auch danach «Mühe gehabt haben gegen eine defensiv gut stehende Mannschaft,» wie Saibene eingestand. Er sah auch «relativ wenige Chancen» für sein Team. Dennoch wurde es für seinen unablässigen Einsatz noch belohnt, «in einer Phase, als St. Gallen eigentlich nicht sehr gefährlich war», wie Komornicki feststellte. Aber dann leistete Oscar Scarione die Vorarbeit zu Ivan Martics Tor. Martic war erst vier Minuten zuvor erschienen, zu seinem ersten Meisterschaftseinsatz nach langer Verletzungspause. Als Gewinner der Runde dürfen sich die Grasshoppers fühlen, die zwar zum vierten Mal in Folge sieglos blieben, nach der Rückkehr ihres Chefs Vero Salatic aber eine vor allem charakterlich starke Reaktion auf ein Ergebnis wie das übertrieben hohe 0:4 in Basel zeigten. Immerhin fehlten diesmal vier Stammspieler. Wichtig war, dass GC in Führung ging. Es war zum elften Mal in dieser Saison, und zum elften Mal setzte es danach keine Niederlage ab. Neben zwei Unentschieden stehen in dieser Spezialbilanz neun Siege. Vor allem in der ersten Halbzeit war es ein sehr gutes Spitzenspiel, in der zweiten kon­trol­lier­ten die Zürcher die Ereignisse. «Da waren wie das bessere Team», lobte Trainer Uli Forte, «aber mit einem Punkt im Tourbillon muss man zufrieden sein.» (red)

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