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«Gefahr in der Schweiz ist klein»

Weltweit über 5000 Tote

Seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie im vergangenen Frühling haben sich in den westafrikanischen Staaten Guinea, Liberia und Sierra Leone über 15 000 Menschen angesteckt; über 5400 starben an der Krankheit. Im Oktober traten erstmals vereinzelte Erkrankungen ausserhalb von Afrika auf (in den USA und Spanien). «Die Gefahr eines Ebola-Falls in der Schweiz ist klein», schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Für eine Infektion brauche es Körperkontakt zu einer bereits erkrankten Person, konkret: mit deren Blut, Speichel, Urin, Kot, Erbrochenem, Schweiss oder Sperma. Eine Ansteckung über die Luft sei nach aktuellem Wissensstand nicht möglich. Und wer noch keine Krankheitssymptome zeige, könne niemanden infizieren.

Passagiere aus Guinea, Liberia und Sierra Leone werden laut BAG bei der Ausreise aus ihrer Heimat kontrolliert und in den Flughäfen Zürich und Genf aufgefordert, sich beim BAG zu melden, falls sie sich krank fühlen. Das Risiko, dass Asylsuchende das Ebola-Virus über den Landweg einschleppen, ist gemäss BAG gering, da es Infizierten während der Inkubationszeit von maximal 21 Tagen praktisch unmöglich sei, auf diesem Weg die Schweiz zu erreichen. Ohnehin kommen nur sehr wenige Flüchtlinge aus Guinea, Liberia und Sierra Leone in die Schweiz.

Der aktuell bislang einzige an Ebola Erkrankte hierzulande befindet sich im Universitätsspital Genf. Es handelt sich um einen kubanischen Arzt, der sich bei einem Hilfseinsatz in Sierra Leone infizierte. Letzten Donnerstag wurde er nach Genf geflogen. Gemäss Angaben des Universitätsspitals Genf geht es ihm ­bereits besser, das Fieber habe nachgelassen, ebenso die Anzahl der Viren im Blut.

Das BAG hat in mehreren Schweizer Spitälern Vorbereitungen auf Ebola veranlasst. Im Vordergrund steht dabei das Szenario, dass ein an Ebola erkranktes Mitglied einer Hilfsorgani­sation zur Behandlung in die Schweiz transportiert wird. mts

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