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Gegen die Serie in Fribourg

OERLIKON/FRIBOURG. Kaum haben die ZSC Lions endlich einmal gegen Fribourg gewonnen, ist heute von ihnen schon der nächste Schritt gefordert: ein Erfolg in Fribourg.

Die Eishockey-Welt von Meister ZSC Lions ist seit Dienstagabend wieder in Ordnung. Die Fans, von denen einige befürchtet hatten, sie würden ihre Mannschaft beim letzten Auftritt in dieser Saison begleiten, strahlten. 5:2 im Spiel. 1:3 statt 0:4 in der Serie, es geht weiter. Heute in Fribourg.

Trotz der Begeisterung und des Jubels: Noch immer könnte der 26. März der letzte Tag im Frühling gewesen sein, an dem die Lions vor ihrem Publikum spielten. Denn wenn heute Got­téron im dritten Heimspiel den dritten Sieg erringt, ist der Halbfinal entschieden. Dann ist die Kam­pa­gne «erfolgreiche Titelverteidigung» für die Zürcher beendet, dann stehen die Fribourger zum ersten Mal seit 1994 wieder mal in einem Final.

Gottéron spielte 1992, 1993 und 1994 um den Titel, verlor zuerst gegen Bern (2:3), danach zweimal gegen Kloten (0:3 und 1:3). Die Heimstärke wurde damals schon immer propagiert, aber so heimstark waren die «Copains» um das Duo Slawa Bykow/Andrej Chomutow gar nicht, wie die Finalresultate belegen.

Und die Ausgabe Gottéron 2012/13? In der Qualifikation teilten sich die Bestmarke von 51 Punkten (aus 25 Heimspielen) vier Teams: Bern, Davos, Fribourg und Genf-Servette. Auswärts waren die Fribourger die klar beste Equipe. Wer in der viel zu kleinen Arena von Fribourg gewinnen will, muss sehr gut sein. Das haben die ZSC Lions mehrmals erfahren. Für sie heisst es nun ganz einfach: Wollen sie weiter im Geschäft bleiben, müssen sie die nächste Serie brechen. Der erste Sieg nach elf Niederlagen in Folge war am Dienstag die eine Premiere, die andere der erste Sieg in einem Playoff-Duell gegen dieses Team überhaupt (die Gesamtbilanz lautet dort aber noch immer 14:1 für Fribourg). In Fribourg gewannen die Zürcher seit dem 16. Oktober 2009 nie mehr. Auf jenes 7:1 folgte Niederlage auf Niederlage, neun an der Zahl sind es inzwischen.

Saisonende und Verfahren

Für die Zürcher könnte die Personal­­si­tua­tion beim Gegner sprechen. Christian Dubé, am Dienstag im Mitteldrittel ausgeschieden, wird wegen einer Schulterverletzung diese Saison nicht mehr spielen. Andrej Bykow, der für Spiel 4 je nach Diktion krank oder angeschlagen war, scheint definitiv an einer Verletzung zu leiden. Gestern trainierte er wie viele andere nicht, aber er war im Stadion. Offenbar hat er sich nochmals genauer untersuchen lassen, es wird eine Handgelenkblessur vermutet. Um seine Verletzung wird ein grosses Geheimnis gemacht.

Bei Verteidiger Marc Abplanalp, der in der 45. Minute nach einem Check von Andres Ambühl ausschied, wurden keine weiteren Verletzungen mehr diagnostiziert, es bleibt bei der schweren Hirnerschütterung. Gegen Ambühl wurde ein Verfahren eröffnet.

Gottéron-Trainer Hans Kossmann teilte der Mannschaft via Medien nach dem 2:5 übrigens mit: «Die Änderungen störten sicher, aber die Absenz von Bykow kann nicht alles entschuldigen. Wir waren als Mannschaft zu wenig entschlossen. Wenn wir am Donnerstag nicht wieder den unbedingten Siegeswillen finden, dann könnte das zur Chance für die Zürcher werden.» (jch)

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